Eier-Skandal schwappt in die Schweiz

Migros zieht betroffene Eier aus dem Handel zurück

Eier (Symbolbild)

Der Skandal um verseuchte Eier aus Holland hat nun auch die Schweiz erreicht: Bei importierten Eiern sind teilweise Spuren des Insektizids Fipronil entdeckt worden, meldete das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit. Es bestehe keine Gesundheitsgefahr.

Betroffen sind unter anderem Eier der M-Budget-Linie der Migros. Aufgrund der geringen Belastung bestehe jedoch keine Gesundheitsgefahr, heisst es von Seiten Migros. Dies bestätigt auch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Trotzdem zieht die Migros vorsorglich die betroffenen Eier mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 26. August umgehend aus dem Verkauf zurück. Betroffene Kunden können diese in die Filialen zurückbringen. Ihnen werde der Verkaufspreis zurückerstattet. M-Budget-Eier ab dem Mindesthaltbarkeitsdatum 27. August seien nicht betroffen.

Coop und Aldi reagieren
Reagiert haben auch Coop und Aldi Schweiz. Coop hat vorsorglich importierte Eier des Prix Garantie-Linie aus dem Verkauf zurückgezogen. Aldi hat vorsorglich alle Importeier für den Verkauf gesperrt. Laut bisherigen Erkenntnissen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit sind Eier aus sieben niederländischen Betrieben in die Verkaufsregale von Schweizer Detailhändlern gelangt.

Fipronil in der Schweiz seit 2014 verboten
In der Schweizer Landwirtschaft ist der Einsatz von Fipronil seit 2014 verboten. Das Insektizid wird unter anderem gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben eingesetzt. Der in den 1980er-Jahren in Frankreich entwickelte Wirkstoff ist auch für Honigbienen in hohem Masse giftig. 2013 hat die Europäische Union daher beschlossen, den Einsatz des Mittels in der Landwirtschaft zu begrenzen. Beim Menschen kann Fipronil in höheren Dosen zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen führen. Fipronil gilt nicht als krebserregend.

Der Skandal mit verseuchten Eiern hatte sich Anfang Woche von Belgien über Holland auf Deutschland ausgeweitet. Zudem wurde bekannt, dass auch Schweden belastete Eier importiert hat.

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