"Das ist ganz schwer greifbar für mich."

FCL-Trainer Markus Babbel kritisiert den Neymar-Transfer

FCL-Trainer Markus Babbel

Der Rekordtransfer des brasilianischen Superstars Neymar von Barcelona zu Paris Saint-Germain beschäftigt auch den Trainer des FC Luzern, Markus Babbel. «Das ist ganz schwer greifbar für mich», sagte Babbel im Interview mit Radio Pilatus. Die 222 Millionen Euro seien so unwirklich, dass man sich das gar nicht vorstellen könne.

Nicht nur viele Fussballfans schütteln angesichts der astronomischen Transfersumme für Neymar den Kopf, Kritik gibt es auch vom FCL-Trainer Babbel. Mittlerweile habe man das Gefühl, Geld sei nichts mehr Wert. Natürlich gebe es immer Personen, die bereit sind, solche Summen zu bezahlen, so Babbel. Für die Fussballbranche sei dies aber sicher nicht gut.

"Das ist wie eine Art Monopoly"

Irgendwie sei das Ganze wie eine Art Monopoly, er tue sich extrem schwer, sich darüber Gedanken zu machen: «Wenn man es sich überlegt, könnte man sich mit diesem Geld den FC Luzern 20 oder 30 Mal kaufen. Das sind Dimensionen, die wohl kaum gesund sind.»

"222 Millionen, während sich andere fragen, wie sie ihre Familien ernähren sollen"

Der FCL-Trainer fragt sich auch, was sich die Verantwortlichen solcher Transfersummen überlegen, ob sie sich überhaupt bewusst sind, was sie mit einer Transfersumme von 222 Millionen Euro für Zeichen setzen.

Wenn man etwas über den Tellerrand hinausschaue, was so auf der Welt los ist, sei das unverständlich, sagte der FCL-Trainer. Viele würden frustriert feststellen, dass man für Fussball Unmengen von Geld habe, «während für jene, denen es wirklich schlecht geht, die sich fragen, wie sie ihre Familien ernähren sollen, das Geld offenbar nicht vorhanden ist». Das sei für ihn sehr schwer greifbar, so Markus Babbel gegenüber Radio Pilatus.

Audiofiles

  1. FCL-Trainer Markus Babbel kritisiert den Neymar-Transfer. Audio: Radio Pilatus AG

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