Sammelklage gegen VW und Amag in der Schweiz

Betroffenen soll Geld zurückerstattet werden

Das VW-Stammwerk in Wolfsburg.

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS will in der Schweiz eine Klage gegen den Autohersteller VW und den Importeur AMAG lancieren. Es geht um Autos mit den manipulierten Abgaswerten. Kunden hätten für diese beim Kauf zwischen 3000 bis 7000 Franken zuviel bezahlt. Und genau diese Summe soll den Betroffenen zurückerstattet werden, fordert die SKS.

In der Schweiz sind rund 180'000 Autos betroffen vom Abgasskandal. Und die Käufer haben rund 15 Prozent zuviel für die Autos bezahlt. Daher sollen ihnen je nach Kaufpreis zwischen 3'000 bis 7'000 Franke zurückerstattet werden. Das fordert die SKS.

Der Vorwurf der in Zürich eingereichten Klage lautet auf Irreführung, wie die SKS am Donnerstag mitteilte. Volkswagen und Generalimporteur Amag sollen die Autokäufer mit den Abgas-Manipulationen widerrechtlich getäuscht haben.

In der Schweiz ist jedoch die vor allem aus den USA bekannte Sammelklage in dieser Form nicht möglich. Daher wurde ein neues Klagesystem entwickelt. Betroffene Personen können sich bis Mitte November online registrieren lassen. Kommen 2'000 solcher Einzelklagen zusammen, dann will die SKS diese geschlossen einreichen und gegen VW und Amag vorgehen.

Kommentieren

comments powered by Disqus