Andermatt: Auffahrunfall Matterhorn Gotthard Bahn

33 Fahrgäste wurden verletzt, darunter Sekundarschüler aus Horw

Am Montag, 11. September, kam es gegen 11.30 Uhr am Bahnhof Andermatt zu einem Auffahrunfall bei einem Regionalzug der Matterhorn Gotthard Bahn. Dutzende Fahrgäste verletzten sich dabei.

Bei dem Unfall wurden 33 Fahrgäste verletzt, wie die Kantonspolizei Uri mitteilt. Darunter auch 18 Jugendliche, die mit ihrer Schulklasse unterwegs waren und sich vor allem Stauchungen und Prellungen diverser Art holten. Ein Teil der Verletzten musste sich in Spitalpflege begeben. Andere konnten nach ambulanter Behandlung mit ihrer Schulklasse weiterreisen. Von den 15 weiteren Verletzten stammen 13 aus der Schweiz und zwei aus den Niederlanden, teilte die Polizei gestern Abend mit.

Die Höhe des Sachschadens am Zug ist noch unklar, so die Urner Kantonspolizei.

100 Gäste an Bord
Die betroffene Zugkomposition stand im Bahnhof Andermatt am Gleis 2 und umfasste eine Lokomotive sowie fünf Wagen. An Bord waren rund 100 Gäste. Der Vorfall ereignete sich bei einem Rangiermanöver, bei dem die Lokomotive über ein Parallelgleis vom hinteren Ende (Fahrtrichtung Oberwald) zum vorderen Ende des Zuges (Fahrtrichtung Oberalppass) geführt werden sollte. Doch das Rangieren ging schief. Statt an den fünf Waggons vorbei, fährt die Lok in sie hinein. Planmässig hätte der Zug um 11.28 Uhr Andermatt Richtung Disentis verlassen sollen. Die Kantonspolizei Uri hat Ermittlungen aufgenommen. Zur Klärung des Vorgangs wurde zudem die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST aufgeboten. 

Stimmen zum Auffahrunfall in Andermatt gibt es im nachfolgenden Video der Schweizerischen Depeschenagentur.

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