Was Messwerte von Erdbeben bedeuten

Ab Stärke 6 wird es richtig gefährlich

Die Messkurven des Erdbebens vom 11. Februar 2012.

Weltweit kommen jedes Jahr etwa 100'000 Erdbeben vor. Wie stark die Beben sind, wird mit Seismographen gemessen. Die Geräte zeichnen auf, wie stark sich der Boden bewegt.

Das stärkste Erdbeben, das bisher gemessen wurde, ereignete sich 1960 in Chile. Es hatte eine Stärke von 9,5. Ein sehr gefährliches Erdbeben mit einer Stärke von mindestens 8 kommt etwa einmal im Jahr vor.

Bewertung von Erdbeben

Erdbeben können je nach Dauer oder Bodenbeschaffenheit der Region ganz verschiedene Folgen haben. Generell gelten aber folgende Angaben zur Stärke von Erdbeben:

  • Stärke 1-2: schwaches Erdbeben, das nur mit Instrumenten nachgewiesen werden kann.
  • Stärke 3: nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren.
  • Stärke 4-5: mittelstarkes Erdbeben, das etwa 30 Kilometer um das Epizentrum herum zu spüren ist. Verursacht leichte Schäden.
  • Stärke 6: starkes Erdbeben, das in dicht besiedelten Regionen Tote und schwere Schäden zur Folge hat.
  • Stärke 7: in weiten Gebieten stürzen bei einem solchen Erdbeben Häuser ein. Es muss mit vielen Toten gerechnet werden.
  • Stärke 8: Ein solches Erdbeben sorgt für schwere Verwüstungen im Umkreis hunderter Kilometer. Wahrscheinlich sehr viele Tote.

Richterskala abgeschafft

Früher wurde die Erdbebenstärke nach der sogenannten Richterskala bestimmt. Ausgearbeitet hatte sie 1935 der amerikanische Geophysiker Charles Francis Richter. Allerdings gilt die klassische Richterskala bei grossen Erdbeben als nicht sehr genau. Sie wird deshalb nicht mehr verwendet.

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