Die "Religion" der 90er

Boybands brachten massenhaft Mädchen zum Kreischen

Sie waren für viele fast wie eine "Religion". Caught in the Act beim Cologne Pride 2016. Die Backstreet Boys sind neben Take That wohl DIE 90er-Boygroup Immer noch frisch und knackig, jedoch etwas reifer: Die Backstreet Boys bei einem Auftritt im Jahr 2012. Take That sind noch zu dritt.

In den 90er Jahren waren sie für viele fast wie eine Art Religion: Die Boybands. Egal ob Backstreet Boys, Take That, NSYNC oder auch Caught in the Act. Sie alle brachten reihenweise und massenhaft Mädchenherzen zum Schmelzen und sorgten bei Konzertbesuchern regelmässig für Kreischalarm.

So wie sich die Bandmitglieder äusserlich verändert haben, so hat sich auch deren Musik im Laufe der Zeit verändert. Auch wenn einige Jahre vergangen sind, so bleibt eins wohl immer bestehen: eine wunderbare Erinnerung an eine unbeschwerte Jugenzeit mit Nick, Robbie, AJ oder wie sie auch immer hiessen.

Was machen die Boybands eigentlich heute?

Backstreet Boys
Gegründet wurde die Band am 20. April 1993 in Orlando (Florida) und ist mit weltweit mehr als 130 Millionen verkauften Tonträgern die erfolgreichste Boygroup weltweit. Die Gruppe wurde benannt nach einem Flohmarkt in Orlando, dem „backstreet flea market“. Zu den Mitgliedern gehörten Howie Dorough, Alexander James McLeanm Nick Carter, Brian Littrell und Kevin Richardson.

Das letzte Album der Backstreet Boys erschien 2013 unter dem Namen «In A World Like This». Seither wurde es musikalisch etwas ruhiger um die Band. Nachdem Kevin Richardson 2012 wieder in die Band zurückkehrte arbeiten die fünf Jungs an einem neuen Album. Wann dies erscheinen sollte ist jedoch noch nicht bekannt. Es wäre dann das neunte Album der Backstreet Boys.

Take That
Sie wurden 1990 in Manchester gegründet und waren nach den Beatles die erste britische Boyband, die einen vergleichbaren Hype unter (insbesondere weiblichen) Jugendlichen auslöste. 1996 trennte sich die Gruppe, 2005 kam sie wieder zusammen und erfand sich dabei neu. Aktuell besteht die Band aus den drei Gründungsmitgliedern Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen. Robbie Williams, ebenfalls ein früheres Take That Mitglied, ist heutzutage bekanntlicherweise Solo unterwegs.

N*SYNC
Justin Timberlake und Joshua Scott Chasez (JC), die sich bereits aus der gemeinsamen Zeit als Moderatoren im Mickey Mouse Club des Disney Channels kannten, gründeten zusammen mit Chris Kirkpatrick 1994 eine Band. Als nächster stieß Joey Fatone dazu, den Kirkpatrick durch eine Produktion bei Disney kannte. Fünftes Mitglied war dann zunächst Jason Galasso, der jedoch bald ausstieg. Den nun fehlenden Bass fand man kurz darauf in Gestalt von Lance Bass. Inwieweit sich die Band selbst fand oder ob sie vielmehr zusammengestellt wurde, ist umstritten.

Den Namen der Band steuerte Timberlakes Mutter bei. NSYNC – englisch in sync für „synchron“, „im Einklang“ – steht nicht nur für die Einheit in Gesang und Tanz, sondern vereint auch die letzten Buchstaben der fünf Vor- beziehungsweise Spitznamen: Justin, Chris, Joey, Jason und JC. Als Jason durch Bass ersetzt wurde, gab ihm die Band den Spitznamen Lansten, um das N weiterhin erklären zu können.

Im Frühjahr 2002 beschloss die Band trotz anhaltendem Erfolg ihre endgültige Auflösung.

Caught in the Act
Caught in the Act (CITA) ist eine englisch-niederländische Boygroup, die 1992 gegründet wurde und bis 1998 bestand. Mitglieder waren Lee Baxter, Eloy de Jong, Benjamin Boyce und Bastiaan Ragas. Ihr Durchbruch erfolgte 1994 nach Gastauftritten in der deutschen Seifenoper Gute Zeiten – Schlechte Zeiten. Bis zu ihrer Auflösung verkaufte die Band weltweit mehr als 20 Millionen Tonträger und wurden von 1995 bis 1997 23 Mal auf dem Cover der Jugendzeitschrift Bravo abgebildet. Im Dezember 2015 starteten drei Bandmitglieder ein Comeback. Im Juli stellte CITA im deutschen ZDF-Fernsehgarten ihre neue Single Celebration of Love vor. Sie musizieren noch zu Dritt: Lee Baxter, Bastiaan Ragas und Eloy de Jong.

 

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