2017: Viele Pilze, viele Vergiftungen

Schon über 500 Fälle in diesem Jahr

Knollenblätterpilze

Im laufenden Jahr sind ungewöhnlich viele Pilzvergiftungen vorgekommen. Das teilte die Giftberatungsstelle Tox Info Suisse mit. Insgesamt wurden schweizweit schon 543 Vergiftungsfälle registriert - deutlich mehr als im ganzen Vorjahr.

Die günstige Witterung hat die Pilze spriessen lassen in diesem Jahr. Die Schattenseite zeigt sich darin, dass damit auch die Zahl der Vergiftungen stark zugenommen hat. Im Vorjahr waren es "nur" 379 Fälle gewesen. Die Zunahme war fast in allen Kantonen zu spüren.

Viele Laien unterwegs

Das "Pilzlen" sei sehr beliebt geworden, hiess es bei der Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane VAPKO. Es seien viele Laien unterwegs, die wenig Ahnung von Pilzen hätten. Die VAPKO rät, die Pilzernte von Fachleuten kontrollieren zu lassen. Im vergangenen Jahr wurden in rund 40 Prozent der Kontrollen ungeniessbare Pilze konfisziert. In etwa 15 Prozen waren giftige Pilze dabei, in etwa zwei bis drei Prozent sogar tödlich giftige.

Achtung Knollenblätterpilz

Eine grosse Gefahr geht vor allem von den verschiedenen Knollenblätterpilzen aus, die oft mit Champignons oder Frauentäublingen verwechselt werden. Auch der vermeintliche Steinpilz wird gerne gepflückt und entpuppt sich immer mal wieder als giftiger Wurzelnder Bitterröhrling.

Die VAPKO rät, sich nicht nur auf Pilz-Apps zu verlassen. Diese könnten einer ersten Orientierung dienen, nicht aber zur Entscheidung, einen Pilz zu essen.

 

 

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