Immer mehr Sozialhilfefälle in der Schweiz

Vor allem junge, alleinerziehende Mütter betroffen

In den Schweizer Städten hat es im vergangenen Jahr mehr Sozialhilfefälle gegeben als noch im Vorjahr. Das zeigt ein Bericht der Berner Fachhochschule und der Städteinitiative Sozialpolitik. Besonders Kinder stellen laut Studie ein Armutsrisiko dar.

Insgesamt ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Schnitt der 14 untersuchten Städte um 5.2 Prozent gestiegen - gegenüber der langjährigen Zunahmen von 3 Prozent. 

Alleinerziehende unter 25 besonders gefährdet
In allen 14 untersuchten Städten haben Familienhaushalte ein höheres Risiko von der Sozialhilfe abhängig zu werden als kinderlose Haushalte. Das grösste Risiko, Sozialhilfe beziehen zu müssen, haben Alleinerziehende und ganz besonders alleinerziehende Mütter unter 25 Jahren. In dieser Gruppe seien über 80 Prozent auf Sozialhilfe angewiesen. Zudem würden auch immer mehr Personen aus dem aussereuropäischen Raum mit Sozialhilfegeldern unterstützt. 

Höchste Quote in Biel
Die höchste Sozialhilfequote weist Biel auf mit 11,8 Prozent, gefolgt von Lausanne mit 8,8 Prozent und Basel mit 6,7 Prozent. Am tiefsten ist die Sozialhilfequote in Uster im Kanton Zürich mit 1,6 Prozent und in Zug mit 1,7 Prozent.

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