Ringier schliesst Druckerei in Adligenswil

Betroffen sind über 170 Mitarbeiter

Die Druckerei in Adligenswil

Die Zeitungsdruckerei im Luzerner Vorort Adligenswil wird auf Ende 2018 geschlossen. Betroffen sind über 170 Mitarbeiter. 

"Seit 40 Jahren produzieren wir täglich über eine Million Zeitungen und begeistern damit eine nationale Kundschaft", schreibt die Ringier Print AG auf ihrer Homepage. Doch nun fällt der Betrieb einer Neuausrichtung des Druckgeschäfts des Mutterhauses zum Opfer. Wie das Unternehmen mitteilt, konzentriere man seine Druckaktivitäten wegen des veränderten Marktumfeldes auf eine andere Druckerei in Zofingen, die Werbemittel, Zeitschriften und Kataloge drucke.

Gesunkene Preise, rückläufige Auflagen und Verlust von Aufträgen

In Adligenswil werden neben Tageszeitungen auch Wochen-, Fach- und Verbandszeitungen sowie Werbebeilagen und Kundenzeitungen gedruckt. Ringier schreibt, dass die Druckerei künftig nicht mehr kostendeckend betrieben werden könne. Die Marktpreise seien gesunken. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sei ungenügend. Ringier begründet die Schliessung aber auch den Verlust von Aufträgen, etwa demjenigen der "Luzerner Zeitung". Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass die NZZ-Gruppe die Luzerner Zeitung und ihre Regionalausgaben ab 2019 nicht mehr in Adligenswil drucken lässt. Neu soll die Zeitung bei Tamedia in Zürich hergestellt werden.

Von der Schliessung in Adligenswil betroffen sind über 170 Mitarbeiter. Diese würden gemäss Ringier bis zur Schliessung Ende 2018 weiterbeschäftigt. Im Rahmen des bestehenden Sozialplanes werde geprüft, wie weit ein Teil des Stellenabbaus über Frühpensionierungen und Anschlusslösungen aufgefangen werden könne.

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