Bundesgericht bestätigt Urteil im Zuger Doppelmord

Ein 50-Jähriger ermordete 2009 eine Frau und deren Haushälterin

Bundesgericht in Lausanne

Das Bundesgericht hat im Fall des Zuger Doppelmords die Verurteilung eines 50-Jährigen zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe und zu einer ordentlichen Verwahrung bestätigt. Es unterstützte damit ein Urteil der Vorinstanz.

Der Mann ermordete im Februar 2009 in Zug eine Frau und deren Haushälterin. Anschliessend entwendete der Schweizer verschiedene Wertgegenstände, Bargeld und mehrere Kreditkarten. Um seine Tat zu vertuschen, versuchte er die Wohnung des Opfers in Brand zu setzen. Das Feuer erlosch jedoch nach kurzer Zeit.

Das Bundesgericht hat in seinem am Mittwoch publizierten Urteil die Rügen des Verurteilten abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist. Der Mann kritisierte unter anderem, dass das Zuger Obergericht sein Urteil erst sieben Monate nach der Hauptverhandlung gefällt habe. Damit sei das Unmittelbarkeitsprinzip verletzt worden.  Weiter haben die Lausanner Richter die Rüge abgewiesen, dass der erste Verteidiger des Mannes eklatante Fehler gemacht habe und damit die Verteidigungsrechte verletzt worden seien. Vor der Verhandlung am Obergericht hatte der Verurteilte einen neuen Anwalt erhalten. Dieser riet seinem Mandanten, von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen. Der erste Verteidiger hatte dem Schweizer nahegelegt, ein Geständnis abzulegen.

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