Veurteilter Diakon in Seegemeinden: Arbeitsverhältnis aufgelöst

Erlaubnis für Taufen, Hochzeiten und Gottesdienste entzogen

1998 eröffnet, 2015 und 2017 erweitert: Die Justizvollzugsanstall Grosshof in Kriens

Seine Straftaten kommen einen verurteilten katholischen Gefängnisseelsorger und Diakon aus dem Kanton Luzern teuer zu stehen.

Die katholische Kirche von Greppen, Vitznau und Weggis hat das Arbeitsverhältnis mit einem teilzeitlich angestellten Diakon aufgelöst. Diakone sind Seelsorger, die noch nicht zum Prister geweit worden sind. Gemäss dem Gesamtkirchenrat der drei Luzerner Seegemeinden darf der 64-jährige Mann zudem keine Gottesdienste und auch keine Sakramente mehr durchführen, wie das Bistum Basel einen Bericht der Luzerner Zeitung bestätigte.

Der 64-Jährige war verurteilt worden, weil er als Seelsorger im Gefängnis Grosshof in Kriens Botschaften zwischen Gefangenen ausgetauscht und eine Insassin zu sexuellen Handlungen gedrängt hatte (Radio Pilatus berichtete).

Der Mann wurde per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 21'000 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von 4'000 Franken verurteilt. Ausserdem muss er die Verfahrenskosten von rund 6'500 Franken übernehmen.

Kommentieren

comments powered by Disqus