Selbstfahrende Autos sorgen für Unbehagen

Gegenüber autonomen Autos herrschen in der Schweiz diffuse Ängste

Uber hat bei Volvo 24'000 selbstfahrende Taxis bestellt. Diese basieren auf dem Volvo XC 90 und sollen ab 2019 ausgeliefert werden.

Die Vorstellung, dass in Zukunft Autos selbstständig ohne Lenker durch die Gegend kurven, bereitet vielen Schweizerinnen und Schweizer Unbehagen. Zum ersten Mal wurde eine Umfrage zu diesem Thema gemacht.

Interessant sind autonome Fahrzeuge aber für Menschen, die den öffentlichen Verkehr nehmen, um die Zeit produktiv zu nutzen. Sie könnten künftig in das vollautomatische Auto wechseln. Das mutmasst eine Studie, welche die EBP Schweiz im Auftrag des Schweizerischen Verbands der Telekommunikation asut durchgeführt hat.

Den grössten Vorteil von vollautonomen Autos - also jenen, welche keine Fahrer brauchen - sehen die Befragten für alte Menschen, die dadurch mobil bleiben. Fast sieben von zehn Befragten glauben aber, dass solche Fahrzeuge zu Mehrverkehr führen. Denn ein solches kann Chauffeur-Dienste übernehmen und eine Person beispielsweise an den Bahnhof bringen und leer wieder zurückfahren.

Hoffen auf weniger Stau

Umgekehrt schätzen 56 Prozent der Befragten, dass autonome Autos die Verkehrsführung optimieren und Staus reduzieren können. Diese kontroverse Einschätzung müsse in den nächsten Jahren vertieft betrachtet werden, schreibt asut. Denn ein Ziel der autonomen Fahrzeuge liege darin, die Effizienz der Verkehrssysteme zu steigern. Insgesamt würden die Ergebnisse zeigen, dass derzeit diffuse Ängste gegenüber der noch eher unbekannten Technologie vorherrschen, schreiben die Autoren.

Für die Studie wurden über 650 Haushalte in der Deutsch und Westschweiz befragt. Es zeigt sich, dass diese zwischen den Vor- und Nachteilen selbstfahrender Fahrzeuge hin- und hergerissen seien. Zurzeit bereitet vor allem die doch noch eher unbekannte Technologie etwas Bedenken.

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