Neue Hoffnung für Umfahrung Wolhusen

Interessengemeinschaft will Projekt fördern

Mitglieder des Co-Präsidiums und des Komitees IG Umfahrung Wolhusen Tunneleinfahrt zur Umfahrung Wolhusen Eröffnung» der Tunneleinfahrt: Josef Dissler, Leiter Co-Präsidium IG Umfahrung Wolhusen und Kantonsrat, Peter Bigler, Mitglied Co-Präsidium und Gemeindepräsident Wolhusen, Carolina Rüegg, Mitglied Co-Präsidium und Tourismusdirektorin Flühli-Sörenberg, Bea

Wolhusen ist das Tor zum Entlebuch, heisst es im dortigen Volksmund. Was passiert, wenn dieses Tor zu ist? Zu den Stosszeiten – vor allem im Winter – kommt es in Wolhusen immer wieder zu langen Staus und Wartezeiten. Nun soll die 60-jährige Idee eines Umfahrungstunnels umgesetzt werden, verlangen 28 Gemeinden in der Region.

Am 13. November 2017 startete die Regierung des Kantons Luzern mit der Vernehmlassung zum Bauprogramm 2019-2022 für die Kantonsstrassen. In einer gemeinsamen Eingabe an die Kantonsregierung haben sich alle 28 Verbandsgemeinden der Region Luzern West zur Umfahrung Wolhusen bekannt. Unterstützt werde das für die Region bedeutende Bauvorhaben auch von wichtigen Wirtschaftsvertretern, teilte die Interessengemeinschaft (IG) Umfahrung Wolhusen am Dienstag mit.

Schwung für die Region

Nebst der Linderung der Verkehrsbelastung verspricht sich die IG von der Umfahrung Wolhusen auch mehr wirtschaftlichen Schwung für die Region. Wenn das Projekt vorwärts komme, sei das ausserdem ein Zeichen dafür, dass es dem Kanton mit der Entwicklung der Region Luzern West Ernst sei.

Man wisse um die Bedeutung der Stadt und Agglomeration als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb habe man auch die grossen Verkehrsprojekte wie den Rontal-Zubringer und den Seetalplatz unterstützt. Nun erwarte man im Gegenzug Unterstützung für die Umfahrung Wolhusen.

Mit Reden alleine könne man das Problem nicht lösen, so Beat Bucheli, Gemeindepräsident von Werthenstein. Man verlange, dass die Umfahrung Wolhusen in den Topf B eingeteilt werde. Mobilität sei der wichtigste Standortfaktor und die Umfahrung ein starker Impuls für die ganze Region.

Kanton hält sich vorerst zurück

Läuft alles nach Plan, soll die Umfahrung Wolhusen bis 2030 realisiert sein. Im nächsten Herbst entscheidet das Luzerner Kantonsparlament, ob die Planung des Umfahrungstunnels ins Strassenbauprogramm aufgenommen wird. Wie die Chancen dazu stehen, ist noch unklar. Die Luzerner Kantonsregierung will sich erst nach der Vernehmlassung zur Umfahrung Wolhusen äussern. 

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