Jugendliche besitzen eine halbe Million ungenutzte Handys

Damit gehen auch wertvolle Rohstoffe verloren

Handy (Symbolbild)

Schweizweit liegen in Zimmern von Kindern und Jugendlichen runde eine halbe Million ungenutzte Handys herum. Insgesamt schlummern so über 17 Tonnen an Metallen und über 38 Tonnen an Kunststoffen ungenutzt in Haushalten, obwohl sie recycelt werden könnten.

Schweizer Jugendlichen ist das Handy wichtig – trotzdem ist im Durchschnitt nach zwei Jahren Schluss: Das Handy wird ersetzt, obwohl das alte noch funktioniert. Rund eine halbe Million Handys sind so in den Schubladen der Teenager gelandet, zeigt ein Bericht der Zürcher Hochschule ZHAW. 

99 Prozent der Jugendlichen besitzen ein Handy

99 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz besitzen eines. Im Durchschnitt ersetzen diese ihr Gerät nach knapp zwei Jahren. Dies weil sich die Jugendlichen für ein besseres Modell entscheiden, oder weil ihr Vertrag ausläuft. Vielfach erhalten die Jugendlichen mit dem neuen Abo auch gleich ein neues Gerät zu einem reduzierten Preis.

Viele Rohstoffe bleiben liegen

Weil die Jugendlichen das alte Handy aber noch behalten, bleiben auch viele Rohstoffe liegen. Insgesamt schlummern so über 17 Tonnen an Metallen und über 38 Tonnen an Kunststoffen ungenutzt in Haushalten, obwohl sie recycelt werden könnten. Bei der Herstellung neuer Geräte fehlten dann vor allem diese wertvollen Metalle, schreibt die ZHAW. Gründe, weshalb die 12- bis 19-Jährigen ihre alten Geräte nicht zurückgeben wollen, liegen vor allem bei den Daten. Oft möchten die Jugendlichen ihre Fotos, Musik und Chatverläufe nicht für immer löschen.

Für den Bericht zum Nachhaltigen Umgang mit Handys hat die Zürcher Hochschule rund 1000 Jugendliche in allen drei grossen Sprachregionen der Schweiz befragt.

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