Bund will rund 800 Zivilschutzanlagen schliessen

Fast die Hälfte der 2000 Anlagen der Schweiz sollen verschwinden.

Symbolbild Zivilschutz

Der Bund hat erstmals konkrete Zahlen zur Zukunft der Zivilschutzanlagen in der Schweiz genannt. Wie Radio SRF berichtet, sollen fast die Hälfte aller Anlagen geschlossen werden. Die Sicherheitslage in der Schweiz habe sich seit dem Kalten Krieg geändert - Zivilschutzanlagen gebe es heute zu viele. 

"Die sicherheitspolitische Lage ist sicherlich nicht mehr die gleiche wie in der Epoche des Kalten Krieges. Insofern ist auch der Bedarf nicht mehr genau gleich," sagt Kurt Münger vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz gegenüber Radio SRF. Auch haben sich die Aufgaben des Zivilschutzes geändert - heute liege der Fokus bei der Hilfe bei Naturkatastrophen. 

Schutzräume nicht betroffen

Von den Schliessungen seien Anlagen betroffen, die der Zivilschutz selber nutzt. Dazu gehören unterirdische Spitäler, Führungsanlagen oder Mannschaftsunterkünfte. Schutzräume für die Bevölkerung seien nicht betroffen. Was mit einer Anlage danach geschieht entscheidet der Eigentümer – also Kantone und Gemeinden. 

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