25 000 Fasnächtler sahen den Fritschi-Umzug

Die Luzerner Fasnacht ist lanciert. Nachdem am Morgen rund 12 000 Leute den Urknall vor Ort miterlebten, verfolgten am Nachmittag 25 000 Fasnächtler den Fritschi-Umzug. Dieser umfasste 36 Nummern, angefangen mit den Standarten der Zünfte und Fasnachtsgesellschaft. Dann folgten Sujets mit mehr oder weniger aktuellen Themen, abwechselnd mit Phantasie-Themen (Orient, 1001 Nacht, Azteken usw.). An nationalen Themen wurden unter anderem die vereinigten Pleitegeier (mit der «Eber-Bank») auf die Schippe genommen. Ex-Bundesrätin Ruth Dreifuss kam bei den kranken Krankenkassen noch einmal zu fasnächtlichen Ehren. Als Katz- und Maus-Spiel wurde die Milchschwemme parodiert. Erstmals im Umzug dabei war auch Radio Pilatus, das aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens mit einem grossen Boom-Blaster mitmachte. Die meisten aktiven Strassenfasnächtler nutzen den Umzug zur Regeneration. Sie hauen erfahrungsgemäss am Abend umso fester auf die Pauke oder was immer sie mit sich tragen. Die Witterung dürfte sich auf die Trinkgewohnheiten auswirken. Mit erhöhtem Konsum auch kalter Alkoholika ist zu rechnen. Die Chance, die Steuer auf Alcopops vor der Fasnacht zu erhöhen, hat der Bund vertan. Nach Angaben des städtischen Polizeikommandant, Pius Segmüller, verlief der Fasnachtsauftakt ohne gravierende Probleme. Am Morgen musste der Verkehr im Zentrum kurz angehalten werden. Am Nachmittag kam es nach dem Umzug zu Verkehrsbehinderungen. Zudem wurde festgestellt, dass es Versuche gab, falsche 100-Franken-Noten in Umlauf zu setzen. Während des Umzugs verloren einige Kinder ihre Eltern - oder umgekehrt. Segmüller zeigte sich aber zuversichtlich, dass alle wieder zueinander finden.

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