Ski-Unfälle: Beinverletzungen die häufigste Folge

Jedes Jahr verletzen sich rund 76'000 Ski- und Snowboardfahrer

Skifahrer (Symbolbild)

Es gehört zu den wohl beliebtesten Hobbys der Schweizerinnen und Schweizer: Ski- und Snowboardfahren. Jedes Jahr verletzen sich aber rund 76'000 Personen in der Schweiz dabei. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu appelliert in ihrer neusten Kampagne nun an die Skifahrer, ihre Bindung richtig einzustellen. Das könne helfen, schlimmere Verletzungen zu vermeiden.

Rund drei Millionen Menschen aus der Schweiz wagen sich jeden Winter mit Skiern oder dem Snowboard auf den Schnee. Dabei kommt es nicht selten vor, dass einer von ihnen mal hinfällt. 76'000 Verletzungen gibt es gemäss der bfu pro Jahr beim Wintersport. Die meisten davon betreffen die Beine.

Betroffen sind gemäss der bfu meistens die Knie (36%), gefolgt von Knöchel und Fuss (16%). Immerhin handle es sich bei den meisten Verletzungen um leichtere Blessuren. In sieben Prozent der Fälle sei die Verletzung jedoch schwer und ziehe einen Arbeitsausfall von mindestens 90 Tagen oder gar eine Invalidität mit sich. Durchschnittlich sterben zudem fünf Skifahrer und ein Snowboarder pro Jahr auf Schweizer Pisten.

Bindung richtig einstellen hilft

In ihrer aktuellen Wintersportkampagne legt die bfu nun den Fokus auf die Skibindungen. Sind diese richtig eingestellt, könnten sie schwerere Verletzungen verhindern. Bei einem Sturz lösen sich die Skier dann nämlich vom Skischuh, wodurch das Risiko im Schnee hängen zu bleiben - und sich das Knie zu verdrehen - verringert wird. Zu diesem Zweck gibt es auch die bfu-Skivignette.

Mit der Skivignette wird bestätigt, dass die Skibindung vor der Saison von einer Fachperson eingestellt und mit einem Gerät geprüft wurde. Ausserdem ist darauf zu sehen, ähnlich wie beim Kleber für den Abgastest beim Auto, wann die nächste Kontrolle nötig ist. Die bfu empfiehlt, die Skibindung vor jeder Saison neu einstellen zu lassen.

Die wichtigsten Ski-Tipps der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu

  • Kontrollieren und pflegen Sie Ihre Ausrüstung regelmässig und lassen Sie die Skibindung jährlich einstellen.
  • Passen Sie die Geschwindigkeit und Fahrweise Ihrem Können und den Pistenverhältnissen an.
  • Tragen Sie einen gut sitzenden Schneesporthelm.

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