23 Millionen Franken Busse für die Post

Post soll ihre Kunden diskriminiert haben

Briefkasten (Symbolbild).

Die Post wird von der Wettbewerbskommission mit knapp 23 Millionen Franken gebüsst. Der Grund: die Post habe ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht.

Bei einer Untersuchung hat die Wettbewerbskommission herausgefunden, dass die Post ihre Geschäftskunden nicht gleich behandelt hat. Gewisse Kunden hätten bei Massenbriefsendungen Sonderkonditionen erhalten, andere hingegen nicht. So mussten gewisse Kunden viel mehr bezahlen als andere. Gleichzeitig gestaltete die Post ihr Preissystem so aus, dass es für die Kunden schwierig oder praktisch unmöglich wurde zum Mitbewerber Quickmail zu wechseln. Dadurch wurde Quickmail durch die Post am Markt behindert.

Post weist Vorwürfe der Weko zurück

Die Schweizerische Post will die Busse der Weko nicht auf sich sitzen lassen: Sie zieht den Entscheid ans Bundesverwaltungsgericht weiter. Die ausgesprochene Sanktion sei ungerechtfertigt, heisst es in einer Mitteilung. Der Wettbewerb sei durch die Preissysteme der Post nie beeinträchtigt gewesen und Wettbewerber seien nie behindert worden, heisst es in der Stellungnahme der Post.  Zu den Einzelheiten der Vorwürfe äussert sich die Post nicht. Sie will die Begründung der Weko abwarten.

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