Neuer Anlauf für die Rentenreform

Bundesrat gibt Stossrichtung für die Neuauflage der Altersvorsorge vor

Bundesrat Alain Berset.

Nach dem Nein des Schweizer Stimmvolkes zur Rentenreform im September hat der Bundesrat am Mittwoch die Stossrichtung für die Neuauflage der Altersvorsorge präsentiert.

Noch keine drei Monate ist es her, seit das Schweizer Stimmvolk die Reform der Altersvorsorge abgelehnt hat. Bundesrat Alain Berset hat nach der Abstimmung erklärt, nun brauche es rasch eine Neuauflage. Heute Mittwoch stellte der Bundesrat vor, wie diese Neuauflage aussehen soll. Der Bundesrat hat beschlossen, zunächst nur bei der ersten Säule anzusetzen. Er wolle die Reform der Altersvorsorge in zwei separaten Vorlagen vorantreiben, sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch vor den Medien. "Die Priorität liegt bei der AHV." Die Eile hat finanzielle Gründe. Bis im Sommer 2018 soll ein Vorentwurf in die Vernehmlassung geschickt werden, so der Bundesrat.

Schwierige Aufgabe für Berset

Alain Berset steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die abgelehnte Reform der Altersvorsorge setzte bei AHV und obligatorischer beruflicher Vorsorge gleichzeitig an. Grund waren die zahlreichen gescheiterten Versuche, die beiden Säulen getrennt zu reformieren. Keine einfache Herausforderung - kommt hinzu, dass der Bundesrat am Frauenrentenalter 65 festhalten will, eines der umstrittensten Elemente der gescheiterten Vorlage im September. 

Audiofiles

  1. Bundesrat präsentiert Stossrichtung für neue Rentenreform. Audio: Tise Oetterli

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