Der Aal ist der Fisch des Jahres 2018

Schweizerischer Fischerei-Verband will Aussterben verhindern.

Der Aal ist der Fisch des Jahres 2018.

Er ist sicherlich nicht so beliebt wie der Clown-Fisch aus dem Film Findet Nemo. Doch er fasziniert, er ekelt und ist voller Geheimnisse: der Aal. Schweizerische Fischerei-Verband SFV hat den Aal zum Fisch des Jahres 2018 gewählt. Damit will der Verband aufrütteln, denn der Aal ist vom Aussterben bedroht. 

Der Aal übertrumpft den Menschen in mehrfacher Hinsicht. Bereits zur Zeit der Dinosaurier, vor über 100 Millionen Jahren, schlängelten sich die ersten Aalartigen (Anquilliformes) über den Meeresgrund. Er ist also wesentlich älter als der Mensch. Auch punkto Beweglichkeit kann ihm der Mensch nicht das Wasser reichen. Und was die Anpassungsfähigkeit angeht, ist der Aal ein „Weltenbürger“. Noch heute trifft man eine seiner Arten in fast allen Gewässern der Welt – vom Meer bis in alpine Bäche.  

SFV will den Aal schützen

Bis zur Industrialisierung gehörten Aale hierzulande zu den häufigsten Fischen. Danach wurden Rhein, Rhône und Ticino für die Nutzung von Wasserkraft derart verbaut, dass dies das Ende des Aal-Höhenflugs bedeutete. Wo Aale heute bei uns noch vorkommen, stammen sie aus Besatzmassnahmen. Im EU-Raum ist der Aalfang seit 2007 stark eingeschränkt oder verboten. Der Aal steht auf der Roten Liste bedrohter Tierarten. Damit diese alte Fischart nicht ausstirbt, fordert der Schweizerische Fischerei-Verband Flüsse ohne Barrieren. Insbesondere unpassierbare Kraftwerke können die lebenswichtige Wanderung verunmöglichen.

 

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