SVP hofft in Obwalden auf Regierungssitz

Um zwei freiwerdende Sitz kämpfen gleich fünf Kandidaten

Die Gesamterneuerungswahlen im Kanton Obwalden werden spannend. Um die beiden freiwerdenden Sitze der CSP und der CVP kämpfen nach aktuellem Stand gleich fünf Kandidaten. Profitieren könnte die SVP, welche erstmals in die Regierung einziehen will.

Mit Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker (CVP) und Bildungsdirektor Franz Enderlin (CSP) hören Ende Legislatur zwei langjährige Mitglieder der Obwaldner Regierung auf. Beide Parteien wollen natürlich ihre Sitze verteidigen und schicken deshalb neue Kandidaten ins Rennen.

Einen der freiwerdenden Sitze strebt allerdings die SVP an. Als zweitstärkste Partei im Kanton sei es an der Zeit, auch in der Regierung vertreten zu sein, so die SVP. Am ehesten in Gefahr scheint dabei rein rechnerisch der zweite CVP-Regierungssitz zu sein. Suboptimal für die CVP ist dabei, dass mit dem Gemeindepräsidenten von Sarnen zudem ein «wilder» CVP-Kandidat antritt, welcher von der Partei gar nicht offiziell nominiert ist.

Genau diese «wilde» Kandidatur könnte die Erfolgschancen der SVP steigern, erklärte Politologe Olivier Dolder von Interface Politikstudien Luzern auf Anfrage: «In der Mitte entsteht eine Konkurrenz. Wenn man sich dort gegenseitig Stimmen wegnimmt, profitiert die SVP.»

Die Gesamterneuerungswahlen in Obwalden finden am 4. März statt. Die Eingabefrist für Kandidaturen läuft noch bis am 22. Januar.

Die Ausgangslage im Überblick:

Zur Wiederwahl stellen sich neben Christoph Amstad (CVP) auch Maya Büchi-Kaiser (FDP) und Josef Hess (parteilos). Als neue Kandidaten treten neben Michael Siegrist (CVP), Jürg Berlinger (CVP wild) und Florian Spichtig (parteilos) auch Christian Schäli (CSP) und Daniel Wyler (SVP) an. Die SP verzichtet auf eine Kandidatur.

Audiofiles

  1. Schafft die SVP in Obwalden erstmals den Sprung in die Kantonsregierung?. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG
Das Rathaus in Sarnen, Sitz der Kantonsregierung des Kantons Obwalden

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