Obergericht Uri: Ignaz Walker erneut verurteilt

Nun wurde eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren ausgesprochen

Das Urner Obergericht in Altdorf

Im Jahr 2010 hat der ehemalige Urner Cabaret-Betreiber Ignaz Walker einen Killer auf seine damalige Frau angesetzt. Zu diesem Schluss ist das Urner Obergericht gekommen. Es verurteilte Walker wegen versuchten Mords und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren.

Das Urner Obergericht fällte in diesem Fall bereits das dritte Urteil und korrigiert somit sein Verdikt von 2016. Damals hatte das Gericht den Milieuwirt aus Mangel an Beweisen vom Tatvorwurf des Auftragsmordes freigesprochen. Im ersten Berufungsprozess von 2013 hatte es den Auftragsmord ebenfalls als erwiesen betrachtet und den Beschuldigten deswegen sowie wegen einer Schussabgabe auf einen Gast zu 15 Jahren verurteilt.

Urner Richter beurteilten den Fall neu

Der Freispruch war vom Bundesgericht im letzten Jahr aufgehoben worden, weil das Obergericht Uri belastende Beweise nicht genügend gewürdigt habe. Es verlangte von den Urner Richtern eine Neubeurteilung. Die Urner Staatsanwaltschaft warf dem ehemaligen Erstfelder Cabaret-Besitzer vor, 2010 einen Killer auf seine damalige Frau angesetzt und sich damit des versuchten Mords schuldig gemacht zu haben. Die Frau wurde in Erstfeld auf offener Strasse angeschossen und schwer verletzt.

Die Verteidigung verlangte einen Freispruch. Gemäss ihr gibt es im Fall zu viele Ungereimtheiten, um seinen Mandanten wegen den Schüssen auf seine Ex-Frau verurteilen zu können. Der Beschuldigte selbst sieht sich als Opfer der Urner Behörden.

Audiofiles

  1. Urner Obergericht fällt drittes Urteil im Fall Walker. Audio: Fabian Kreienbühl

Kommentieren

comments powered by Disqus