LFK-Nähfrauen: Nach 35 Jahren ist Schluss

Ihre Fasnachts-Kostüme verkaufen sich nicht mehr so gut

Die Luzerner Fasnachtsgewaltigen mit den Näherinnen des Luzerner Fasnachtskomitees. Der Fasnachtsmäärt und die Usgüügglete unter der Egg

Die Stimmung der Fasnachtsmeister bei den LFK-Nähfrauen - liebevoll auch "Schnurpfiwyyber" genannt - war in diesem Jahr etwas getrübter. Nach 35 Jahren geht die traditionelle Ära der LFK-Nähfrauen zu Ende. Mitunter durch die Tatsache, dass sich die Fasnachtskleider in den letzten Jahrzehnten augenfällig geändert haben.

Waren noch vor zwei, drei Jahrzehnten die "Fötzali-Chleider" voll im Trend, wurden nun eher bunte, glänzende Hosen und Jacken oder Tierdesigns nachgefragt. Aber eben auch nicht mehr so, wie Jahre zuvor. Immer mehr werden im Internet fix-fertige Kleider gekauft, weshalb sich die Nähfrauen selber in Rente schicken wollten.

Ein letztes Mal am Lozärner Fasnachtsmäärt

Noch einmal starteten die Nähfrauen aber nach den Sommerferien in einem Bunker im Stadt Luzerner Rosenberg-Quartier mit den Näharbeiten. Immer am Montagabend trafen sich die "Schnurpfiwyyber" für rund 3 Stunden, um nochmals schöne Fasnachtskleider zu nähen. Verkauft werden diese ein letztes Mal am Fasnachtsmäärt vom Samstag, 03. Februar sowie an der Usgüüglete vom Dienstag, 06. Februar 2018. Dann aber geht eine weitere jahrzehntelange Luzerner Fasnachts-Tradition definitiv zu Ende.

Audiofiles

  1. Nach 35 Jahren geht die traditionelle Ära der LFK-Nähfrauen zu Ende.. Audio: Sämi Deubelbeiss

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