Iouri Podladtchikov schwer gestürzt

Olympia-Titelverteidigung in Gefahr

 Iouri Podladtchikov ist an den X-Games schwer gestürzt. Seine Olympia-Teilnahme als Titelverteidiger ist in Gefahr.

 

Iouri Podladtchikov ist etwas mehr als zwei Wochen vor dem olympischen Halfpipe-Wettkampf schwer gestürzt. An den X-Games in Aspen in Bundesstaat Colorado erlitt der Olympiasieger von 2014 einen Nasenbeinbruch und eine Hirnerschütterung.

Was war passiert? Im zweiten von drei Finalläufen des stark besetzten Einladungs-Wettkampfs war Podladtchikov gut unterwegs. Auch den letzten Sprung, den "Double Alley Oop Backside Rodeo", führte der 29-jährige Zürcher an sich sauber aus. Nach der Landung am Ende der Pipe rutschte Podladtchikov dann aber unglücklich aus, kippte vornüber und fiel heftig auf das Gesicht. "Bis zum dummen Sturz war alles nach Plan verlaufen", sagte der nach Nordamerika mitgereiste Trainer Marco Bruni gegenüber der Nachrichtenagentur sda. "Iouri war selber überrascht, dass es zum Crash kam." Podladtchikov blieb zunächst regungslos liegen, ehe er von den sofort herbeigeeilten Sanitätern versorgt und zu weiteren Abklärungen ins lokale Spital abtransportiert wurde.

Hirnerschütterung und Nasenbruch

Dort erhielt er den Befund, sich nicht schwerwiegender verletzt zu haben. Stand jetzt hatte Podladtchikov mit einer Hirnerschütterung und dem Bruch der Nase Glück im Unglück. Bruni bestätigte das Statement der Organisatoren, wonach Podladtchikov wach sei und spreche. Zur weiteren Beobachtung verbrachte der Gestürzte die Nacht auf Montag Ortszeit im Spital und wurde dann nochmals untersucht.

Sind die Olympischen Spiele in Gefahr?

Welche Folgen der Sturz für die Olympischen Spiele in Pyeongchang hat, ist momentan schwer abzuschätzen. "Man kann das unmöglich sagen", so Bruni. Wie im Falle von David Hablützel könnte es ein Wettlauf mit der Zeit werden. Der Teamkollege von Podladtchikov hatte am 20. Januar im Final des Halfpipe-Weltcups in Laax ebenfalls eine Hirnerschütterung und dazu schwere Prellungen erlitten. Podladtchikov hatte vor vier Jahren in Sotschi die Goldmedaille gewonnen. Erst diesen Herbst gab er sein Comeback, nachdem er sich im März 2017 an der WM einen Kreuzbandriss zugezogen hatte - nach einem Sturz beim "Double Alley Oop Backside Rodeo".

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