PostAuto AG muss 78 Mio zurückzahlen

Es gab absichtlich falsche Abbuchungen

PostAuto Schweiz muss Bund und Kantonen 78 Mio zurückzahlen.

PostAuto Schweiz muss dem Bund 78 Millionen Franken zurückzahlen. Sie habe gesetzeswidrig gehandelt und daher zu Unrecht Subventionen erhalten. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung durch das Bundesamt für Verkehr und die Post.

PostAuto Schweiz wird die unrechtmässigen Abgeltungen in Höhe von 78,3 Millionen Franken vollumfänglich an Bund und Kantone zurückzahlen. Dies sagte Post-Konzernleiterin Susanne Ruoff. Konkret hat die Postauto AG Gewinne, die sie im regionalen Personenverkehr gemacht hat, unter «Übriges» verbucht. Dadurch stimmten die Zahlen nicht, und die PostAuto AG erhielt zu Unrecht Subventionen in diesem Bereich.

Konzernleiterin bedauert Vorfall
Eine unabhängige, noch laufende Untersuchung habe die Feststellung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) bestätigt, dass die PostAuto AG im subventionierten Geschäftsbereich Gewinn erzielt habe, teilte die PostAuto Schweiz am Dienstag mit. "Ich bedaure, dass es bei der PostAuto Schweiz AG zu einer langjährigen, nicht gesetzeskonformen Verrechnung von Leistungen kam", wird Ruoff in der Mitteilung zitiert.

Erste Konsequenzen
Die Postführung habe einige Konsequenzen gezogen, die sich auf die bisherigen Erkenntnisse der Untersuchung stützten. So sei etwa der bereits kommunizierte Rücktritt des Leiters PostAuto von Ende April auf den 5. Februar 2018 vorgezogen worden. Die interimistische Leitung der PostAuto AG übernehme ab sofort Thomas Baur. (sda/mm)

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