Postchefin wusste von Subventions-Betrug

Laut "Blick " war die problematische Buchhaltung bei Postauto seit 2013 bekannt

Postauto Sachseln-Flueli-Ranft

Im Fall des Subventionsbetrugs beim Busunternehmen Postauto Schweiz wusste Postchefin Susanne Ruoff offenbar mehr, als sie bisher zugab. Wie die Boulevardzeitung „Blick“ berichtet, habe sie bereits seit rund viereinhalb Jahren gewusst, dass die Buchhaltung bei Postauto hochgradig problematisch war.

Die Post teilte gegenüber dem „Blick“ mit, dass Susanne Ruoff zwar von gewissen Zielkonflikten gewusst habe, nicht aber von illegalen und fiktiven Buchungen. Anfang Woche war bekannt geworden, dass Postauto Schweiz mit Buchhaltungstricks mindestens 78 Millionen Franken zu viel Subventionen bezogen hatte.

Postauto seit 2011 unter Verdacht

Auch der "Tagesanzeiger" schreibt, dass die Postauto seit 2011 verdächtigt werde, eine unsaubere Buchhaltung zu führen. Verkehrsdirektoren verschiedener Kantone hatten sich beschwert, weil die Postauto überrissene Rückstellungen machen soll. Im Juli 2012 wandten sich Bern, Jura, Neuenburg und Waadt in einem weiteren Brief an das Bundesamt für Verkehr, dies wegen mangelnder Transparenz. Das Bundesamt fand laut dem "Tagesanzeiger" eine Unregelmässigkeit, entdeckte aber die trickreichen Umbuchungen bei Postauto nicht.

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