Spenden von über drei Millionen für Rohingya

Bundespräsident Alain Berset nimmt Telefonspenden entgegen

Die humanitäre Krise betrifft auch viele Kinder. Die Lage im Flüchtlingslager wird immer schlimmer. Alain Berset in der Sammelzentrale Zürich.

Die Glückskette hat am Mittwoch über drei Millionen Franken für die vertriebene und unterdrückte Volksgruppe der Rohingya in Bangladesch und Myanmar gesammelt. Auch Bundespräsident Alain Berset nahm Spendenversprechen am Telefon entgegen.

Insgesamt seien am nationalen Sammeltag Zusagen in der Höhe von 3’025’262 Franken eingegangen, teilte die Glückskette in der Nacht auf Donnerstag mit. Bundespräsident Berset arbeitete am Mittwochnachmittag in der Glückskette-Sammelzentrale in Zürich mit und nahm Spendenanrufe entgegen. Er hatte im Februar selbst ein Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch besucht.

Lage spitzt sich zu
Bereits damals sei die Lage für die Menschen äusserst prekär gewesen, lässt er sich in einer Mitteilung zitieren. Derzeit und in den kommenden Wochen erschwerten starke Regenfälle, der alljährliche Monsun, die Lebensumstände der Rohingya zusätzlich. "Jetzt ist die humanitäre und solidarische Schweiz gefragt."

Die Armee von Myanmar hatte mit brutaler Gewalt auf einen Angriff von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten am 25. August reagiert. Laut dem Hilfswerk Caritas sind seither fast eine Million Rohingya von Myanmar nach Bangladesch geflohen.

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  1. Bilanz zum Sammeltag der Glückskette. Audio: Caspar van de Ven

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