Zürich: Erstes Autorennen in der Schweiz seit 63 Jahren

Eventtechnik von der Firma Auviso geliefert

Am Sonntag ist die Formel-E-Meisterschaft in Zürich zu Gast. im Bild: Ein Formel-E-Wagen von Renault.

Erstmals seit 63 Jahren findet am Sonntag mit dem E-Prix in Zürich wieder ein Autorennen in der Schweiz statt. Beim drittletzten Saisonrennen der Formel-E-Meisterschaft könnte sich Jean-Eric Vergne vorzeitig den Titel sichern.

Die Organisatoren erwarten am Sonntag mehr als 100'000 Zuschauer am Zürcher Seebecken, wenn erstmals seit 1955 wieder ein Autorennen in der Schweiz stattfindet. Nach der Katastrophe von Le Mans am 11. Juni vor 63 Jahren, als 86 Menschen starben, wurden Rundstreckenrennen in der Schweiz verboten. Die Zürcher Formel-E-Organisatoren erhielten nun eine Ausnahme-Bewilligung. Der Vertrag mit den Formel-E-Besitzern für die Durchführung des E-Prix in Zürich läuft bis 2027.

Quer durch die Stadt Zürich

Der Stadtkurs ist 2,465 Kilometer lang und führt vom Mythenquai der Seepromenade entlang, danach folgen die Passage mit fünf 90-Grad-Kurven durch das Banken- und Anwaltsviertel sowie eine lange Gerade mit anschliessender Spitzkehre zurück zum Mythenquai.

Den Zuschauern wird aber nicht nur ein spannendes Rennen geboten, sondern auch vieles neben der Strecke wie interaktive Abenteuer und Autogrammstunden mit Fahrern zwischen den Trainings, die ab Sonntagmorgen um 9.00 Uhr beginnen. Das Rennen selbst wird um 18 Uhr gestartet.

Spannende Ausgangslage

Drei der bisher neun Saisonrennen hat der 28-jährige Franzose bisher gewonnen: Neben den 25 Zählern für den Sieg liess er sich jeweils auch drei Punkte für die Pole-Position gutschreiben. Einen weiteren Zusatzpunkt kann sich der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde sichern.

Gelingt Vergne am Sonntag das Punktemaximum, hätte er 191 Zähler auf dem Konto und der Brite Sam Bird müsste mindestens Fünfter werden, um vor den letzten beiden E-Prix am 14. und 15. Juli in New York noch theoretische Chancen auf den Titel zu haben.

Schweizer Rennfahrer Buemi am Start

Den vorzeitigen Titelgewinn Vergnes verhindern möchte in seinem Heimrennen der Schweizer Sébastien Buemi. Der 29-Jährige, der die ersten drei Formel-E-Meisterschaften einmal als Gesamtsieger und zweimal als Gesamtzweiter beendete, würde nur allzu gerne im 42. E-Prix der Geschichte seinen ersten Saisonsieg, den insgesamt 13., feiern.

"Ich gebe nicht auf und werde voll angreifen", erklärte Buemi. "Ich freue mich riesig auf das Spektakel." In der Gesamtwertung hat Renault-Fahrer Buemi als aktueller Fünfter keine Chance mehr auf den Titel. "Aber ich bin nur vier Punkte hinter Rang 3 und will mit guten Resultaten in Zürich und dann in den zwei Rennen in New York noch aufs Podest fahren."

Eventtechnik von Auviso

Einen Teil der Technik für diesen Grossanlass liefert die Firma Auviso aus Emmenbrücke. Auviso stellt die notwendige Audio-, Video- und LED-Technik rund um die Rennstrecke, das Allianz E-Village und das Mediencenter zur Verfügung. Insgesamt sind 150 Personen im Einsatz, wie die Firma gegenüber Radio Pilatus und Tele 1 sagte. Auviso-Geschäftsleitungsmitglied Manuel Schärer erklärt: „Die Leidenschaft für Technik und Innovation verbindet auviso mit dem Julius Bär Zürich E-Prix.“

(Quellen: sda / rp / tele1)

Audiofiles

  1. Formel E in Zürich. Audio: Roman Unternährer & Marco Zibung

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