Namika: Que Walou

Album der Woche

Mit ihrem neuen Album "Que Walou" hat die Frankfurter Sängerin Namika endgültig alle Genregrenzen hinter sich gelassen. Ein Album über Selbstbehauptung, Identität und die Suche nach dem Glück – unser Album der Woche.

Geboren und aufgewachsen in Frankfurt, war Hip-Hop für Namika von Anfang an die wesentliche musikalische Inspirationsquelle. "Die jüngste Schwester meiner Mutter kannte sich extrem gut aus und hat immer die besten Platten mitgebracht", sagt Namika. Als sie ungefähr neun war, begann sie zu rappen: "Das war eher spielerisch. Mein Cousin und ich waren gleich alt und verbrachten viel Zeit bei unseren Grosseltern. Dort haben wir abwechselnd gebeatboxt und gerappt.“ Viele Jahre später kann Namika rappen wie der Teufel und kennt alle Codes, bedient aber nur bedingt die in Deutschland üblichen Hip-Hop- Klischees von Strasse und Milieu, von denen sich der interessantere Teil der amerikanischen Konkurrenz längst emanzipiert hat.

Auf ihrem 2015 erschienenen Debüt "Nador“, der Titel ist der Heimatstadt ihrer marokkanischen Eltern entlehnt, deutete die Musikerin ihr enormes Talent dann erstmals auf breiter Ebene an. Die erste Single "Lieblingsmensch“ stand wochenlang an der Spitze der Charts, das Album wurde mit Gold ausgezeichnet, es gab Nominierungen und Auszeichnungen bei sämtlichen wichtigen Preisverleihungen. Namikas neues, abermals mit dem Berliner Produzententeam Beatgees aufgenommenes Album "Que Walou“ ist nun die logische Fortsetzung von "Nador“ – und zugleich dessen konsequente Weiterentwicklung. Namika ist durch die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre künstlerisch gereift und bringt ihr Anliegen noch deutlicher auf den Punkt. Gibt es diese Woche zu hören bei Radio Pilatus - unser Album der Woche.

Namika im Studio Namika im Studio mit Caspar van de Ven Namika im Studio Namika ist Halb-Marokkanerin

Audiofiles

  1. Das Album heisst "Que Walou". Audio: Maik Wisler

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