Hunderte Tote nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Das ganze Ausmass der Schäden ist noch nicht ersichtlich

Bei zwei Erdbeben und dem folgenden Tsunami sind auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 380 Menschen gestorben. Lange sprachen die Behörden nur von knapp 50 Toten. Das ganze Ausmass der Schäden sei aber noch nicht absehbar, heisst es weiter.

Spitäler konnten nur mit Mühe die hunderten Verletzten versorgen, nachdem Wellen mit einer Höhe von 1,50 Metern die Teile der Stadt verwüstet hatten. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Dutzenden Leichen in den Strassen von Palu. Hinweise auf Schweizer Opfer hat das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bisher nicht erhalten. Dies teilte ein Sprecher der Agentur Keystone-SDA auf Anfrage mit.

Viele Toten wegen Erdbeben

Laut Katastrophenschutz gehen die meisten Toten auf das heftigere der beiden Erdbeben zurück, das mit einer Stärke von 7,4 am Freitagabend (Ortszeit) Sulawesi erschütterte. Zuvor hatte es schon ein Beben der Stärke 5,9 gegeben. Das Zentrum des zweiten Bebens lag in rund zehn Kilometern Tiefe, etwa 80 Kilometer nördlich von Palu. Der zweite Erdstoss löste eine Flutwelle aus, die über die Küste der Inselhauptstadt Palu hereinbrach. Viele Menschen gerieten in Panik. Videoaufnahmen zeigten, wie das Wasser in der 350'000-Einwohner-Stadt zahlreiche Gebäude zum Einsturz brachte und auch eine grosse Moschee überschwemmte.

Eingestürzte Häuser, Flughafen geschlossen

Bereits das vorausgegangene Beben hatte viele Häuser einstürzen lassen, Bewohner flüchteten ins Freie. "Ich bin einfach gerannt, als ich die Wellen auf die Häuser an der Küste treffen sah", sagte ein Einwohner. Andere Orte an der Küste Sulawesis, einer der grössten indonesischen Inseln, sind ebenfalls betroffen. Der Flughafen von Palu wurde geschlossen. Nur Helikopter dürfen landen.

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