LU: Rekordernte im Weinjahr 2018

Seit Einführung der Weinlesekontrolle 1981 war der Ertrag noch nie so hoch

Die Erntegebinde sind gefüllt: So hoch wie 2018 war der Flächenertrag seit Einführung der Weinlesekontrolle noch nie. Die Trauben waren gesund, reif, zuckerreich und trotz der Trockenheit nicht kleiner oder leichter wie in anderen Jahren. Die ausserordentlichen Witterungsbedingungen bescherten den Luzerner Winzerinnen und Winzern eine Rekordernte.

Der regenarme und sonnige Sommer hat den Luzerner Weinbauern eine Rekordernte beschert. Die Menge, der Ertrag pro Fläche und der Zuckergehalt waren seit der Einführung der Weinlesekontrolle 1981 noch nie so hoch. Zeitweise war es schwierig, die grossen Mengen zu verarbeiten.

Für die Luzerner Winzer sei das Weinjahr 2018 optimal verlaufen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Als Grund nannte sie das niederschlagsarme, sonnige und warme Wetter, das ab Mitte April bis zum Ende der Ernte geherrscht hatte.

Die älteren Reben kamen mit der Trockenheit gut zurecht. Junge Pflanzen mussten dagegen teilweise bewässert werden. Pflanzenkrankheiten und -schädlinge seien kaum ein Thema gewesen, teilte die Staatskanzlei mit.

Geerntet wurden 574 Tonnen Trauben, wobei die weissen Trauben überwogen. Der bisherige Rekordwert von 373 Tonnen im 2016 wurde deutlich übertroffen. Die Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald erfasste 50 Sorten auf einer Fläche von 64 Hektaren. Erhoben wurden 49 Betriebe.

Potenzial zum Rekordwein

95 Prozent der Trauben wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung AOC Luzern verarbeitet. Der 2018 gekelterte Tropfen hat nach Angaben der Staatskanzlei das Potenzial zum Rekordwein. Die gemessenen Zuckergehalte lagen zwar auf dem Niveau des Ausnahmejahres 2003. Wegen des hohen Reifegrads, der guten Säurewerte und der kühleren Nächte sei das Potenzial für herausragende Weine aber besser als damals.

Die grosse Ernte führte auch zu Problemen. Es hätten Erntegebinde und Tanks angeschafft, zum Teil auch neue Räume zur Kelterung bezogen werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Das Rebjahr 2018 habe gezeigt, dass die Kapazitäten in den Keltereien erhöht und die Infrastruktur an die neuen Mengen angepasst werden müssten.

(sda)

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