Starkes Lausanne gleicht Serie gegen Zug aus

Die Zuger retteten sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch in die Verlängerung

Die Zuger verlieren das zweite Spiel auswärts in Lausanne nach Verlängerung.

Der EV Zug verliert erstmals in diesen Playoffs. Ein wiedererstarktes Lausanne besiegt die Zentralschweizer zu Hause mit 5:4 nach Verlängerung und gleicht die Halbfinalserie somit aus. Die Zuger kämpften sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch in die Verlängerung.

Ganz anderer Start ins erste Drittel von beiden Mannschaften verglichen mit Spiel 1 in Zug. Das Offensivspektakel zu verdanken hatten die Zuschauer vor allem der Heimmannschaft aus Lausanne, die dieses Mal gleich von Beginn weg das Führungstor suchte. Beide Mannschaften gingen am Donnerstagabend auch weniger diszipliniert zu Werke als noch am Dienstag. Bereits nach 10 Minuten sprachen die Schiedsrichter ebenso viele Strafminuten aus wie noch im gesamten letzten Spiel.

Und dank diesen Strafen kamen auch die Zuger nach verhaltenem Start immer besser ins Spiel. Die Waadtländer wurden so wieder mehr in die eigene Zone gedrückt und tatsächlich konnte Reto Suri in der 13. Minute das Zuger Führungstor in Überzahl erzielen.

Mitteldrittel zum Vergessen

Die Lausanner Offensive nach dem Rückstand aber keinesfalls irritiert – ganz im Gegenteil. Kurz nach Anpfiff des Mitteldrittels konnten die Waadtländer durch Robin Leone verdient ausgleichen. In der 26. Minute kam es für die Westschweizer sogar noch besser, sie konnten erneut Powerplay spielen. Genützt hat es dann zwar eher dem EVZ, denn gleich nach Ablauf der Strafe konnte der Kanadier David McIntyre alleine auf den Schwyzer Lausanne-Keeper Sandro Zurkirchen losstürmen und erzielte das erneute Führungstor für Zug.

Dann aber folgte die grosse Show des Lausanne HC. Drei Treffer durch Kenins, Antonietti und Emmerton bis zum Ende des 2. Drittels und plötzlich stand es zur Pause 4:2 für die Heimmannschaft.

Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt

Den Zuger gelang im Schlussdrittel durch Yannick-Lennart Albrecht zwar noch der Anschlusstreffer, lange Zeit sah es dann aber danach aus, als reichte es nicht mehr für den Ausgleichstreffer – zu stark spielten die Lausanner. Doch die Zuger kämpften sich in diesem verrückten Spiel eindrücklich zurück, Garrett Roe rettete den EVZ knapp drei Minuten vor Schluss in die Verlängerung.

Und in dieser Verlängerung hatte der EVZ die beste Phase im gesamten Spiel. Man merkte, dass sie in den bisherigen Playoffs drei Spiele weniger in den Beinen haben als ihr Gegner. Lausanne konnte das eingeschlagene Tempo nicht mehr durchziehen und hatte auch noch das Glück auf seiner Seite - Santeri Alatalo traf in der 66. Minute nur die Latte. Doch es schlichen sich dann auch bei den Zugern Ungenauigkeiten ein, welche nur mit Fouls zu retten waren. Einmal ging es noch gut, beim zweiten Unterzahlspiel lag die Scheibe dann hinter Tobias Stephan. Joël Genazzi erzielte das Siegtor, zur Freude der 6'700 Zuschauer in der Halle.

Nun steht es in der Halbfinal-Serie Unentschieden eins zu eins. Weiter geht's am Samstag, auf die Zuger wartet wieder ein Heimspiel. Und sollte die Serie tatsächlich so lange ausgeglichen bleiben, könnte die «frischen Beine» der Zuger vielleicht noch entscheidend sein.

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