Keine Fusion der Spitäler Lachen und Einsiedeln

Die beiden Schwyzer Regionalspitäler gehen weiterhin getrennte Wege

Die beiden Schwyzer Regionalspitäler Lachen und Einsiedeln gehen weiterhin getrennte Wege. Eine Fusion wurde geprüft, um dem zunehmenden finanziellen Druck im Gesundheitswesen zu begegnen. Der Stiftungsrat des Spitals Einsiedeln hätte sich einen Zusammenschluss vorstellen können, für den Verwaltungsrat des Spitals Lachen sprachen die Zahlen aber gegen einen gemeinsamen Weg.

Beide Gremien waren sich einig, dass Synergiepotential besteht, sie beurteilten dieses jedoch als "zu bescheiden". Auch rechneten sie mit politischen Widerstand gegen die Fusion. Vor allem im Spital Einsiedeln ist der Spardruck offenkundig. An April sollen eine Bettenstation temporär geschlossen, von den vier neuen Operationssälen nur noch zwei genutzt werden und neben weiteren Sparmassnahmen müssen Stellen abgebaut werden. Der Spardruck schafft Unsicherheit auf Seiten des Personals. Die Angestellten fordern darum in einer Petition einen Gesamtarbeitsvertrag sowie einen Sozialplan.

Alternative Kooperationen prüfen

Die Spitäler sind sich bewusst, dass es ohne Kooperation für beide anspruchsvoll werde. Alternative Kooperationen müssten geprüft werden. Die beiden Häuser wollen nun in einem "gesunden Wettbewerb" zueinander auch ohne den Zusammenschluss mittelfristige ihre Existenz sichern, wie sie in einer Mitteilung vom Donnerstag festhalten.

Die zwei Spitäler sorgen für die stationäre Grundversorgung von rund 100'000 Menschen in den Bezirken March, Höfe und Einsiedeln sowie in den angrenzenden Gebieten. Das Spital in Lachen hat 123 Betten, dasjenige in Einsiedeln 85.

Quelle: sda

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