EVZ fehlt noch ein Sieg zum Playoff-Final

Die Zuger gewinnen Spiel 4 in Lausanne mit 0:2

Die Zuger Mannschaft bedankt sich bei den mitgereisten Fans.

Der EV Zug reist mit einer 3:1 Führung in der Best-of-7-Halbfinalserie aus Lausanne ab. Die Zuger gewinnen Spiel 4 auswärts mit 0:2. Lino Martschini war an beiden Toren beteiligt und Torhüter Tobias Stephan ist seit 120 Minuten ohne Gegentreffer. Dem EVZ fehlt nun noch ein Sieg für den Final-Einzug.

Die Zuger reisten nach dem souveränen 5:0 Sieg in Spiel 3 letzten Samstag zum zweiten Mal nach Lausanne. Der EVZ überzeugte in diesem letzten Spiel einmal mehr mit seinen kompletten vier Linien, was sie bereits über die gesamte Saison stark machte. „Never change a winning team“ hiess es also für Trainer Dan Tangnes fürs vierte Spiel dieser Halbfinal-Serie gegen Lausanne. Wobei er eine Änderung sicherlich gerne gemacht hätte: EVZ-Schwede Dennis Everberg leidet nach wie vor an einer Verletzung. Er bekam die Spielfreigabe der Ärzte noch nicht. Auch den Waadtländer fehlte mit Hoffnungsträger Dustin Jeffrey ein Ausländer verletzt.

Damit aber direkt ins erste Drittel dieses vierten Spiels. Beide Mannschaften zum Start taktisch diszipliniert und praktisch ohne Fehler. Beide nahmen über das gesamte Drittel auch nur je eine Strafe. Die Waadtländer schienen sich insgesamt gut von der Schmach im dritten Spiel erholt zu haben und hielten im ersten Drittel gut mit. Zug zwar mit mehr Schüssen (13:4), Lausanne aber mit den gefährlicheren Chancen. Beide aber ohne Torerfolg.

Zum zweiten Mal ohne Gegentreffer

Im Mitteldrittel konnte der EVZ wegen eben dieser einen Strafe von Lausanne noch knapp eine Minute in Überzahl spielen. Einen Zuger Torerfolg gab es zwar nicht, Santeri Alatalo traf bei der besten Möglichkeit nur die Latte. Die Zuger konnten aber trotzdem viel Schwung mitnehmen. Nati-Stürmer Joel Vermin musste anschliessend für vier Minuten auf die Strafbank, weil EVZ-Verteidiger Miro Zryd nach einem Intermezzo im Gesicht blutete. Und zweimal liessen sich die Zuger nicht bitten, Topscorer Garrett Roe traf im Powerplay zur verdienten Führung. Dabei blieb es aber im ebenfalls torarmen zweiten Drittel – trotz 30:10 Schüssen für die Zuger.

Drei Minuten nach dem Start ins Schlussdrittel konnte Lino Martschini für die Zuger zum 0:2 nachdoppeln. Er hatte alle Zeit der Welt und bezwang LHC-Goalie Sandro Zurkirchen hoch in der Ecke. Die Zuger spielten die letzten Minuten clever runter und dominierten das Spiel, ohne dass Lausanne irgendetwas dagegensetzen konnte. Die Waadtländer wirkten allgemein etwas müde, auch als sie drei Minuten vor Schluss Zurkirchen durch einen sechsten Feldspieler ersetzten waren sie zu keiner Reaktion im Stande. So kam es zum zweiten Zuger zu-Null-Sieg in Serie, Torhüter Tobias Stephan seit nun mehr als 120 Minuten ohne Gegentreffer.

Dem EVZ fehlt dank dem Auswärtssieg in Lausanne bloss noch ein Sieg zum Playoff-Final-Einzug. Spiel 5 findet am Donnerstagabend in der Zuger Bossard Arena statt.

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