Toter Winkel: Lastwagen sind oft in Unfälle verwickelt

Fahrassistenten zur Sicherheit sind im Nationalrat abgeblitzt

Es kommt immer wieder vor, dass Lastwagen in schwere Unfälle verwickelt sind. Erst letzte Woche kam ein Junge in Mooslerau AG ums Leben, weil ein Lastwagenchauffeur ihn übersehen hatte. Solche tragischen Ereignisse haben jedoch nicht immer nur mit der Unachtsamkeit des Chauffeurs zu tun.

Wer schon einmal in einem Lastwagen gesessen hat, weiss die Perspektive eine komplett andere ist, als bei einem normalen Auto. Zwar hat der Lastwagen mehr Spiegel als ein gewöhnliches Auto, trotzdem ist auch die Sicht eines Lastwagenchauffeurs eingeschränkt. Es gibt vor allem zweit tote Winkel: Direkt vor dem Lastwagen und leicht schräg neben der Beifahrertür. Wenn also ein Velofahrer an der Kreuzung neben einem Lastwagen steht, so ist es möglich, dass der Fahrer das Velo nicht sehen kann. Daher sei es sehr wichtig, dass andere Verkehrsteilnehmer auch auf die Lastwagen achten, so Marc Bruhin Transportleiter der Senn Transport AG. 

Thema Fahrassistenten im Nationalrat abgeblitzt

Mit der Absicht, solche Risiken im Strassenverkehr zu reduzieren, hat der Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen einen Vorstoss eingereicht. Mit diesem wollte er erreichen, dass Fahrassistenten, die Warnsignale von sich geben sobald jemand im toten Winkel fährt, auf ihren Nutzen geprüft werden. Allerdings stiess er mit seinem Anliegen auf taube Ohren. Damit gibt sich Grossen jedoch nicht zufrieden. Wie er gegenüber Tele 1 und Radio Pilatus sagte, sei er sicher, dass die Vorteile dieser Fahrassistenten bald erkannt würden. Dann könne man damit beginnen, über mögliche Pflichten zu diskutieren.

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