Ab Montag leben wir auf Pump

Die Erdüberlastung ist immer früher im Jahr

Immer früher im Jahr ist sie da - die Erdüberlastung (Symbolbild).

Wälder abgeholzt, Flüsse verunreinigt, Arten dezimiert: Die Menschheit hat ihr Budget an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr rechnerisch an diesem Montag aufgebraucht. Das Datum des sogenannten Erdüberlastungstages ist damit nach Berechnung der Denkfabrik Global Footprint Network so weit nach vorne im Kalender gerückt wie noch nie. Rein rechnerisch beanspruche die Weltbevölkerung die Ressourcen von 1,75 Erden.

Vor 20 Jahren lag der Tag, ab dem die Menschen aus ökologischer Sicht über ihre Verhältnisse leben, noch im Oktober, im Vorjahr war es der 1. August. Vom Welterschöpfungstag an werden Ressourcen verbraucht, die nicht mehr im Lauf des Jahres nachwachsen. Vor allem der Lebensstil in reichen Industrienationen belastet das Konto, ärmere Länder gleichen es noch ein wenig aus. "Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen", mahnte die Umweltstiftung WWF.

Umweltschutzorganisationen mit klaren Forderungen

Mehrere Umweltschutzorganisationen forderten, das Paradigma des Wirtschaftswachstums hinter sich zu lassen und mehr für den Umweltschutz zu tun. BUND-Chef Hubert Weiger mahnte: "Brütende Hitzesommer, sterbende Wälder und Ausnahmezustände aufgrund von Unwettern werden mit der fortschreitenden Ausbeutung unseres Planeten zur neuen, katastrophalen Normalität."

In die Berechnungen fliessen zum Beispiel der Verbrauch von Holz, Ackerland und Fischgründen ein, ausserdem der CO2-Ausstoss und der Flächenverbrauch - nicht aber endliche Ressourcen wie Erdöl.

(Quelle: sda)

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