Tatverdächtiger von Frankfurt fühlte sich verfolgt

Paranoia wegen Arbeitskollegen, Zugpassagieren und Handystrahlen

Noch immer ist unklar, warum ein eritreischer Familienvater aus dem Kanton Zürich am Montag einen achtjährigen Jungen in Frankfurt vor einen einfahrenden Zug gestossen hat. Die Ermittler versuchen, diese Frage unter Hochdruck zu beantworten.

Sehr aufschlussreich dürften dabei Akten aus der psychiatrischen Behandlung des Mordverdächtigen sein. Wie der Tages-Anzeiger berichtet litt der 40-jährige an Paranoia und fühlte sich verfolgt. Demnach glaubte er, dass Zugpassagiere und Arbeitskollegen seine Gedanken lesen könnten. Zudem fühlte er sich durch Handystrahlen fremdgesteuert.

Experte erstellt psychiatrisches Gutachten

Ein Experte wird nun ein psychiatrisches Gutachten über den Tatverdächtigen erstellen. Es sei ein Sachverständiger beauftragt worden, der mit dem Mann aus Eritrea entsprechende Gespräche führe, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Der Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, war vor einigen Tagen nach Frankfurt gekommen. Laut Kantonspolizei Zürich war er in diesem Jahr in psychiatrischer Behandlung.

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