Gemeindewahlen nach Geschlechtern auswerten

Luzerner Kantonsparlament verlangt genaue Statistik

Frauenstreik (Symbolbild)

Der Kanton Luzern muss künftig auch kommunale Wahlen regelmässig statistisch auswerten. Das Kantonsparlament hat gegen den Willen der Regierung einem überparteilichen Vorstoss zugestimmt, welcher eine Statistik über den Frauenanteil in politischen Ämtern in den Luzerner Gemeinden verlangt.

Luzern Statistik Lustat wertet seit über 30 Jahren die kantonalen Wahlen aus. Auf kommunaler Ebene fehlt eine solche Erhebung. Das Kantonsparlament hat nun gegen den Willen der Regierung einen Vorstoss überwiesen, der auch auf Gemeindeebene solche Statistiken verlangt. Dabei geht es vor allem auch über den Frauenanteil in politischen Ämtern. Claudia Huser von den Grünliberalen: "Es ist wichtig, dass wir für die politische Entwicklung eruieren können, welche Geschlechter auf kommunaler Ebene in den Ämtern vertreten sind."

Die Regierung wollte davon nichts wissen. Es sei nicht die Aufgabe des Kantons, Statistiken für Dritte in Auftrag zu geben. Regierungspräsident Paul Winiker wies darauf hin, dass eine solche Erhebung 20'000 Franken kostet und fragte sich zudem, wer denn mit diesem Datensatz überhaupt etwas anfangen könne. Das Parlament liess sich aber nicht umstimmen und überwies den Vorstoss mit 52 zu 48 Stimmen, worauf im Saal sogar kurz applaudiert wurde.

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