«Rudi war einer der besten Trainer»

Der Rekordtrainer Rudi Gutendorf ist im Alter von 93 Jahren gestorben

Kein Trainer trainierte mehr Klubmannschaften und Nationalmannschaften als er. Jetzt ist der Weltenbummler Rudolf «Rudi» Gutendorf im  Alter von 93 Jahren gestorben. Mit dem FC Luzern hat Gutendorf den ersten Cup-Titel geholt. Der damalige FCL-Captain Paul Wolfisberg erinnert sich zurück. 

Als Trainer von 32 Nationalteams und 55 Vereinsmannschaften steht Rudi Gutendorf seit langem im Guinness-Buch der Rekorde. Auch in der Schweiz war er zu Besuch. Nach einem kurzen Engagement bei den Blue Stars Zürich trainierte er von 1955 bis 1960 den FC Luzern. Es war die mit Abstand längste Anstellung des am 30. August 1926 in Koblenz geborenen Deutschen. Unter seiner Regie schafften die Luzern den Aufstieg in die NLA und holten zwei Jahre später den ersten Cupsieg. 

Der damalige FCL-Captain Paul Wolfisberg erinnert sich zurück: «Er war ein sehr zugänglicher Trainer, er hat mit uns gesprochen und uns gelobt.» Gutendorf habe die Spieler nicht herumkommandiert, sondern sie auch nach ihrer Meinung gefragt. «Rudi war einer der besten Trainer meiner Meinung nach, noch besser als ich», sagt Wolfisberg.

Der rastlose Rudi

In einzelnen Jahren arbeitete Rudi Gutendorf für mehrere Mannschaften, so 1981, als er sich um die Nationalmannschaften Nepals, Tongas und Tansanias kümmerte - und gleichzeitig noch um eine tansanische Klubmannschaft. Seine letzte Anstellung im Jahr 2003 war so exotisch wie viele davor: Er dirigierte die U23-Auswahl von Samoa. Auch renommierte deutsche Klubs finden sich in Gutendorfs Vita: der VfB Stuttgart (1965/66), Schalke (1968 - 1970), Kickers Offenbach (1970/71), 1860 München (1974) und der Hamburger SV (1977). Unter den von ihm - jeweils ebenfalls nur kurz - gecoachten Nationalteams finden sich Chile, Bolivien, Australien und Ghana.

Quelle: sda

Trainerlegende Rudi Gutendorf ist tot. Unter dem ehemaligen FCL-Trainer feierte der FCL seinen ersten Cupsieg.

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