Einbrecher in Luzern zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Der 22-Jährige aus Weissrussland muss zudem das Land verlassen

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Einbrecher zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Einbrecher zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Innert knapp zwei Monaten brach dieser mit Komplizen in den Kantonen Aargau, Luzern und Solothurn 16 Mal in Wohnungen ein und klaute Geld und Gegenstände.

Das Gericht sprach ihn unter anderem des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, des mehrfachen versuchten Hausfriedensbruchs, des rechtswidrigen Aufenthalts, der Widerhandlung gegen das Waffengesetz und des Fahrens ohne Berechtigung schuldig, wie aus dem am Montag publizierten Urteil hervorgeht.

Der vierjährigen Freiheitsstrafe werden 925 Tage des bereits erstandenen Freiheitsentzugs angerechnet. Der heute 22-jährige Mann aus Weissrussland wird für die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen. Das Verfahren fand in abgekürzter Form statt, das Urteil ist rechtskräftig.

Der Beschuldigte war zusammen mit zwei Komplizen zwischen Mitte Dezember 2016 und Ende Januar 2017 in den Kantonen Aargau, Luzern und Solothurn in insgesamt 16 Fällen gewaltsam in Mehrfamilienhäuser eingebrochen. Diese durchsuchte er nach Geld und verwertbaren Gegenständen, welche er jeweils mitnahm. Bei drei dieser 16 Einbrüche blieb es beim Versuch, etwas zu klauen.

Mehrfamilienhäuser ausspioniert

Die Täter gingen immer gleich vor: Sie suchten sich in eher abgelegenen Quartieren jeweils Mehrfamilienhäuser aus, wobei sie zuvor mit dem Auto in der Gegend herumgefahren sind und diese ausspionierten.

Anschliessend klingelten sie bei den Wohnungen, um sicherzustellen, dass sich niemand darin befand. Danach betraten sie die Mehrfamilienhäuser, in welche sie entweder eintraten, als jemand das Haus verliess oder sie die Haupteingangstüre aufbrachen. Dann öffneten sie gewaltsam die Wohnungstüren und durchsuchten das ganze Mobiliar nach Wertgegenständen. Diese nahmen sie mit und lagerten sie einem Hotel oder verkauften sie.

Der Mann wurde Ende Januar 2017 festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt, Anfang März 2017 trat er den vorzeitigen Strafvollzug an. Die Deliktssumme aus den Diebstählen beläuft sich auf insgesamt knapp 112'000 Franken. Der Sachschaden beträgt rund 21'000 Franken.

(Quelle: sda)

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