Ruswil kämpft für besseres Internet

Leo Muff hat genug von Gesprächen mit der Swisscom und der Gemeinde

Eine Unternehmerfamilie aus Ruswil kämpft für besseres Internet. Familie Muff betreibt im Rottal unter anderem die erste Indoor-Minigolfanlage der Zentralschweiz. Und dort ist das Internet so langsam, dass Kunden nicht einmal mit der Karte bezahlen können. Aber dies ist nicht der einzige Ärger der Familie Muff. 

Eine alltägliche Situation: Der Kunde möchte bezahlen und zwar mit Karte. Leo Muff muss ihn vertrösten, das ginge nicht, denn sie haben kein Kartenlesegerät. Und zwar weil es wegen der schlechten Internetverbindung fast nie richtig funktionieren würde. Der Kunde muss dann entweder per Rechnung bezahlen, was Mehrkosten für Leo Muff bedeuten würde, oder mit dem Auto ins Dorf fahren. Dort steht der nächste Bankomat. Leo Muff muss immer wieder Erklärungen liefern, nicht alle Kunden seien verständnisvoll. Nur Bar-Bezahlung möglich, das löst heute bei vielen ein Kopfschütteln aus.

Seit Jahren Kampf um besseres Netz

Leo Muff und seine Familie setzen sich seit etwa 15 Jahren für eine bessere Verbindung ein. Gespräche mit der Swisscom und der Gemeinde haben sie bisher keinen Schritt weitergebracht. Nun hofft Leo Muff auf den Ausbau des Glasfasernetzes in Ruswil. Wie Annina Merk, Mediensprecherin von der Swisscom heute aber mitgeteilt hat, sieht es nicht gut aus:

«Swisscom plant das Gemeindegebiet Ruswil im Jahr 2020 auszubauen. Allerdings gehen wir heute davon aus, dass das Gebiet Rot zurzeit nicht vom geplanten Ausbau profitieren wird, da diese Gegend nicht in der Bauzone liegt.»

Leo Muff muss also weiterkämpfen. Also weiterhin draussen telefonieren und Handy-Hotspots suchen.

Audiofiles

  1. Ruswil kämpft für besseres Internet. Audio: Flavio Desax / Carla Keller
Ruswil: Weg vom Zentrum haben viele Haushalte Probleme mit der Internetverbindung. Ruswil

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