Paul Estermann wegen Tierquälerei verurteilt

Das Bezirksgericht verurteilt den Springreiter zu einer Geldstrafe auf Bewährung und einer Busse

Der Springreiter Paul Estermann wurde vom Bezirksgericht Willisau wegen mehrfachen Tierquälerei schuldig gesprochen. Wie das Gericht im Urteil schreibt wird er mit einer Geldstrafe von 100 Tagen zu je 160.- Franken und einer Busse von 4'000.- Franken bestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In seiner Kurzbegründung hält das Gericht fest, dass die angeklagten Sachverhalte durch Zeugenaussagen, einen Tierarztbericht und Fotos bewiesen sind. Nach Einschätzung des zuständigen Einzelrichters hat der Beschuldigte beim Trainieren von zwei Pferden das zulässige Mass mittels starker Peitschenhiebe eindeutig überschritten. Da der Beschuldigte die körperliche Integrität und Würde der beiden Pferde je mehrfach verletzt hat, liegt eine mehrfache Tierquälerei nach Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe a des Tierschutzgesetzes vor.

Busse und Geldstrafe von mehreren tausend Franken

Der Springreiter wird mit einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je Fr. 160.-- und einer Busse von Fr. 4'000.-- bestraft. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Zudem muss der Beschuldigte die Verfahrenskosten und die eigenen Parteikosten tragen.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Das Urteil des Bezirksgerichts Willisau ist nicht rechtskräftig. Der Verteidiger hat gegen das Urteil Berufung angemeldet. Das Bezirksgericht Willisau wird das Urteil nun schriftlich begründen. Zuständig für das Berufungsverfahren ist das Luzerner Kantonsgericht.

Der Luzerner Springreiter Paul Estermann wurde wegen mehrfacher Tierquälerei verurteilt. Verletzt: Der Bauch der Stute Castlefield Eclipse, nachdem sie ihr Reiter Paul Estermann mit der Peitsche geschlagen haben soll.

Verletzt: Der Bauch der Stute Castlefield Eclipse, nachdem sie ihr Reiter Paul Estermann mit der Peitsche geschlagen haben soll.

Audiofiles

  1. Springreiter Paul Estermann verurteilt. Audio: Caspar van de Ven
  2. Reaktion auf Urteil Paul Estermann. Audio: Caspar van de Ven

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