Engagement von Wirtschaftsvertreter, Brexit und EU

Das beschäftigt die Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen

47 Prozent der Befragten Verwaltungsräte nannten Themen wie Brexit oder EU-Rahmenabkommen als grösste Herausforderung. (Symbolbild)

Die Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen machen sich vermehrt Sorgen wegen der politischen und wirtschaftlichen Lage. In einer Umfrage wünschen sich drei von vier Verwaltungsräten deshalb ein stärkeres politisches Engagement von Wirtschaftsvertretern.

Aussenpolitische und weltwirtschaftliche Themen wie das EU-Rahmenabkommen, der Brexit und die Handelskonflikte wurden von 47 Prozent der befragten Verwaltungsräte als grösste Herausforderung genannt, wie einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Kadervermittlers Knight Gianella heisst. An der Umfrage nahmen 214 Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen teil.

68 Prozent der Teilnehmenden zeigten sich auch besorgt über eine zunehmende Ablehnung der Globalisierung. Als gefährlich wurde von den Verwaltungsräten die Konzernverantwortungsinitiative (KOVI) wahrgenommen: 75 Prozent glauben laut der Umfrage, dass diese der Schweizer Wirtschaft "grossen Schaden" zufügen würde.

Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten glaubt zudem, dass die Schweizer Wirtschaft viel mehr für den Klimaschutz macht als die Öffentlichkeit wahrnimmt. Lediglich 36 Prozent gaben an, dass die Wirtschaft trotzdem nicht genug für den Klimaschutz mache.

Überalterung der Verwaltungsräte
Die Sorgen um das Umfeld verdrängte auch das Thema der Digitalisierung knapp; diese wurde noch von 44 Prozent als grosse Herausforderung bezeichnet. Fast alle Befragten stimmten allerdings der Aussage zu, dass die Digitalisierung heute kein isoliertes Spezialthema, sondern ein "integriertes Element der Unternehmensstrategie" sei.

Weiterhin ein Thema ist auch die "Überalterung" der Verwaltungsräte. 64 Prozent gaben an, dass in naher Zukunft ein oder mehrere Mitglieder ihrer Verwaltungsräte ersetzt werden müssten. Altersmässig stellen die 50- bis 59-jährigen mit 49 Prozent der Verwaltungsratsmitglieder die meisten Vertreter. Nur gerade 16 Prozent sind unter 50 Jahren. Die Frauenquote beträgt 24 Prozent.

(Quelle sda)

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