Bauboom in Luzern & Leere Wohnungen danach

Der Leerwohnungsbestand der Region Luzern liegt jedoch unter dem Schweizer Durchschnitt

Alleine in Luzern rechnet der Kanton, dass bis in 15 Jahren gut 40'000 mehr Leute in der Agglomeration leben. In Zusammenhang mit dem angepassten Raumplanungsgesetz, wird in Luzern viel gebaut und verdichtet. Der Kanton hat zusammen mit den Gemeinden ein Agglomerationsprogramm erstellt, welches dem Bevölkerungswachstum gerecht werden soll.

Luzern Plus nennt sich der Gemeindeverbund und koordiniert die Entwicklungsschwerpunkte: Luzern Nord, Ost und Süd zusammen mit den Gemeinden und dem Kanton. Das Ziel dabei ist es, die Stadt Luzern zu entlasten, da man dort auch wenig Wachstumsmöglichkeiten sieht. Deshalb setzt man auf die Agglomeration und baut dort mehr Wohnmöglichkeiten.

Einzelne Bauten sind bereits fertig gestellt, jedoch haben die Investoren teilweise grosse Mühe die Wohnungen voll zu bringen. So zum Beispiel auch das neue Horwer Hochhaus «Solitaire», bei welchem fast 2/3 aller Wohnungen leer stehen. Der Geschäftsleiter von LuzernPlus, Armin Camenzind sieht jedoch kein Problem mit den leeren Wohnungen: «Wir haben in der Region Luzern einen Leerwohnungsbestand von ungefähr 1.5%, damit sind wir unter dem Schweizer Durchschnitt»

Auch der Mieterinnen und Mieterverband Luzern rechnet nicht mit leeren neuen Wohnungen. «Man stellt fest, dass sich eher Altbauten am leeren sind, da die Bewohner in die Neubauten ziehen. Somit sei mittelfristig eher mit leeren Altbauwohnungen zu rechnen», meint Cyrill Studer vom Mieterinnen und Mieterverband Luzern.

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