Aktivisten fordern Kohle-Stopp von Glencore

Die Zuger Politik bleibt derweil noch zurückhaltend

Rund 60 Aktivisten zogen am Sonntagabend in einem Trauermarsch durch Zug - ausgerüstet mit Friedhofskerzen und Holzkreuzen. Anschliessend hielten sie vor dem Hauptsitz der Rohstoffkonzerns Glencore eine Mahnwache ab.

Organisiert wurde die Aktion von «fossil free Switzerland», einer Organisation, die sich gegen den Verbrauch von fossilen Brennstoffen einsetzt.

Die Aktivisten fordern von Glencore die Einhaltung der Pariser Klimaziele und den Stopp des Kohleabbaus. Der Rohstoffkonzern will sich zu diesen Forderungen nicht äussern – auf Anfrage von Radio Pilatus und Tele 1 gibt es «keinen Kommentar».

Weitere Forderungen sind an die Adresse der Zuger Regierung gerichtet. Die müsse umgehend Gespräche mit Glencore aufnehmen.

Auf Anfrage war auch die Regierung zurückhaltend mit einer Antwort auf die Forderung der Aktivisten. Beim zuständigen Departement heisst es, eine Auskunft sei nicht möglich, da noch ein parlamentarischer Vorstoss offen sei. Dabei handelt es sich um eine Interpellation der Alternativen Grünen, die wissen will, wo der Regierungsrat Handlungsspielraum sieht, um sich bei Glencore und anderen im Kanton Zug ansässigen multinationalen Konzernen für die Einhaltung von grundlegendem Menschen- und Umweltrecht einzusetzen. Die Frist für eine Antwort läuft im Juni 2020 aus.

Die Aktivisten hatten Holzkreuze und Kerzen dabei und hielten vor dem Hauptsitz der Glencore eine Mahnwach ab. Die Aktivisten fordern von Glencore die Einhaltung der Pariser Klimaziele und den Stopp des Kohleabbaus Organisiert wurde die Aktion von «fossil free Switzerland», einer Organisation, die sich gegen den Verbrauch von fossilen Brennstoffen einsetzt. Rund 60 Klima-Aktivisten nahmen am Trauermarsch vom Bahnhof Zug bis zum Glencore-Hauptsitz in Baar teil.

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