Tiefere Pflegekosten für Luzerner Gemeinden

In Zukunft könnten die Pflegekosten sinken

Pflege (Symbolbild)

Der Anteil an Pflegekosten, den die Luzerner Gemeinden tragen müssen, ist seit 2013 um 18,4 Millionen Franken auf insgesamt 120,8 Millionen Franken gestiegen. In Zukunft rechnen die Kommunen aber mit einer Reduktion.

Seit diesem Jahr ist die neue Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) in Kraft. Sie erhöht die Beiträge der Krankenversicherer an die Pflegeleistungen im Heim, während sie jene für die ambulante Pflege senkte. Damit reduziere sich gesamthaft der in den vergangenen Jahren gestiegene Finanzierungsanteil der Gemeinden, teilte der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) am Mittwoch mit.

2018 benötigten 9200 Personen im Kanton Luzern 619'534 Stunden ambulante Pflegeleistungen und 4800 pflegebedürftigen Personen im Heim 2'914'231 Stunden. Damit nahmen die ambulanten Pflegeleistungen seit 2013 um 50 Prozent und die stationären Leistungen um drei Prozent zu.

Restkosten für Gemeinden stieg

Im gleichen Zeitraum stiegen die von den Gemeinden zu tragenden Restkosten für die Pflege von insgesamt 102,4 Millionen Franken auf 120,8 Millionen Franken. Den Grossteil von 96,1 Millionen Franken entrichteten die Gemeinden 2018 für Pflegekosten in Heimen und 24,7 Millionen Franken für jene von Spitex-Organisationen und anderen ambulanten Leistungserbringern.

Die Daten gehen aus dem Evaluationsbericht 2018 zur Pflegefinanzierung des Bundes hervor. Sie würden zeigen, dass die Abgeltung der effektiven Pflegekosten, wie sie im Kanton Luzern praktiziert wird, eine unzulässige Kostenverlagerung zu den Patientinnen und Patienten habe verhindern können, schreibt der VLG.

(Quelle: sda)

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