Was Versandhäuser in Retour-Päckli finden

Eierschalen, Bettflaschen oder Hasch

Beim Online-Shopping gibt es häufig mal Fehlgriffe und die Einkäufe werden wieder zurückgeschickt. Versandhäuser haben darum ganze Abteilungen für Retouren. Bei Lehner Versand in Sursee werden jährlich ca. 700'000 Pakete versendet, davon kommen 18 % wieder zurück. Also fast jedes fünfte Paket.

Geschirr, Haushaltsgeräte, Möbel, aber vor allem Bettwäsche und Kleider. Der grösste Teil von dem was zurück kommt, sei in Ordnung, sagt Abteilungsleiterin Carmen Vonella. Immer wieder gebe es aber auch Überraschungen. So haben die Mitarbeitenden in der Retouren-Abteilung beispielsweise schon Eierschalen, gefüllte Wärmeflaschen, Toilettenpapier gefunden. Auch Schlüssel oder Brieftaschen seien schon aufgetaucht. Einmal sei in einem Lehner-Paket zwei Kilogramm Haschisch gefunden worden. Diese Rücksendung war wohl für jemand anderen gedacht.

Sie sehe die Kunden nicht und die Kunden sehen sie nicht, so Vonella. Es scheine darum nicht allen bewusst zu sein, dass ihr Paket mit der unerwünschten Ware nicht einfach auf einem Haufen landet, oder gar ungeöffnet vernichtet wird, wie es Gerüchten zufolge bei grossen Versandhäusern der Fall sein soll. Hier in Sursee werde jedes Paket wieder von einer Mitarbeiterin ausgepackt und kontrolliert.

Retournierte Waren werden kontrolliert und kommen wieder ins Lager, um dann – irgendwann – wieder verkauft zu werden. Was kaputt ist, entweder wegen eines Produktionsfehlers, oder wegen der Nachlässigkeit von Kunden, wird repariert oder wiederverwertet. So landet am Ende weniger als ein Prozent aller Retouren auf dem Müll.

Zehn Mitarbeiterinnen sind beim Lehner Versand allein in der Abteilung für Retouren beschäftigt. Von den 700'000 Päckli die jedes Jahr versendet werden, kommten 18% wieder zurück. Retournierte Waren werden kontrolliert und kommen wieder ins Lager beim Lehner Versand in Sursee.

Kommentieren

comments powered by Disqus