Schäuble kritisiert Gegner des Steuerabkommens

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat das ergänzte Steuerabkommen mit der Schweiz verteidigt. Den Kritikern warf er "billige Polemik" vor. Gegenüber der ARD sagte er: "Wenn man sich das Abkommen in Ruhe anschaut, und man einmal diese etwas billige Polemik beiseite schiebt, dann ist für die Zukunft sichergestellt, dass Kapitalanlagen in der Schweiz genauso steuerlich behandelt werden wie in Deutschland." Gleichzeitig warb er um Zustimmung im deutschen Bundesrat, wo das Abkommen an SPD und Grünen scheitern könnte. Die Forderung der Opposition, das Abkommen müsse früher als am 1. Januar 2013 in Kraft treten, sei "nicht richtig logisch", sagte
Schäuble. Schliesslich brauche ein Gesetzgebungsverfahren im
Bundestag seine Zeit.

Nach dem Abkommen sollen Vermögen deutscher Steuersünder für die vergangenen zehn Jahre in der Schweiz mit 21 bis 41 Prozent besteuert werden. Auf alle künftigen Kapitalanlagen in der Schweiz soll der in Deutschland geltende Satz von 26,4 Prozent auf die Zinserträge gezahlt werden müssen.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.