Verkäufer muss Ware nicht liefern können

Wer bei einer Internet-Auktion etwas verkauft und die Ware nicht liefern kann, ist nicht automatisch ein Betrüger. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Im konkreten Fall ging es um einen Mann, welcher über ricardo und ebay unter anderem Handys verkaufte, die er gar nicht besass. Unzufriedene Käufer verströstete er damit, die Ware später zu liefern. Teilweise zahlte er den Kaufpreis zurück. Das St. Galler Kantonsgericht verurteilte ihn deshalb wegen gewerbsmässigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren. Das Bundesgericht gab dem Mann nun aber Recht. Sofern der Verkäufer die Vorauszahlung innert nützlicher Frist zurückzahlt, liege kein Betrug vor. Das St. Galler Kantonsgericht muss den Fall nun neu beurteilen.

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