Für einmal lohnte es sich zu bleiben bis es hell

Das kennt jeder. Irgendwie verpasst man an einem Fest den Absprung. Zu bleiben, bis es hell wird, das hat sich noch selten wirklich gelohnt. Für einmal war das ganz anders.

Stan Wawrinka und Roger Federer, beide mit Goldmedaille um den Hals, hinter dem DJ Pult im House of Switzerland. Das gibt es nie wieder.

Die meisten der paar hundert Chinesischen und Schweizer Fans waren nach der Medaillenfeier schon lange am schlafen. Erst nach ein Uhr am Morgen kamen die Goldmedaillengewinner ins House of Switzerland. Nach Interviews und unzähligen Autogramm- und Fotowünschen konnten sie endlich im abgetrennten VIP Bereich etwas essen und anstossen. Unglaublich, was abgeht, wenn Federer da ist. Fans wie Medienleute reagieren schon fast hysterisch.

In der öffentlichen Bar nebenan feierten später ein paar Sportler und Schweizer Fans die Feste, wie sie fallen. Schwimmer, Ruderer, Beachvolleyballer, Kunstturner, fasnachtserprobte Luzerner Musiker, auf jeden Fall eine aussergewöhnliche Mischung.

Gegen vier Uhr kamen Federer und Wawrinka in die Bar. Alle, die ein Foto mit sich und Federer machen wollten, wurden von den bösen Bodyguards weggewiesen. Ist ja auch verständlich, Roger soll auch mal sich sein können.

Wawrinka und Federer tanzen. Legen hinter dem DJ Pult Musik auf. Schon noch krass: Alle schauen nur auf ihn. King Roger. Er ist der einzige wirkliche Star der Schweiz.

Fotos darf nur machen, wer ein Freund von Roger ist. Also Sportler von Swiss Olympic. André Vonarburg, dem Sempacher Ruderer, gelingt es. Ein schönes Andenken an Die nächste Runde wird bestellt. Jetzt nach Hause zu gehen wäre schad, man könnte was verpassen. Und tatsächlich.

Roger steht an der Bar. Plötzlich ergibt es sich: Mache ein Foto von Stöfi von den „Marching Presidents“ mit Roger Federer. Frage höflich, ob ich auch darf. Ich darf.

Es hat sich gelohnt, das Ticket für den 100 Meter Final im "Birds Nest" weiterzugeben. Der dauert ja auch nicht mehr so lange, wie früher. 9.69 Sekunden bloss...

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